Kraft des letzten Aufgebots reicht bei Jülichs „Zehnern“ für 60 Minuten

Von: hfs.
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Vom Gegner umzingelt: Jülichs Michael Halking (weißes Trikot) muss sich gegen Semih Celik vom Türkischen SV Düren (links) behaupten. Foto: Kròl

Jülich. Dass der 4:1-Sieg der Gäste vom Türkischen SV Düren bei den Jülicher „Zehnern“ auch in dieser Höhe verdient war, darüber bestand beim Abpfiff im Karl-Knipprath-Stadion eigentlich kein Zweifel. Allerdings nur, wenn man das Ergebnis betrachtet.

Denn die Gastgeber boten dem TSV geradezu die Treffer auf dem Präsentierteller. „Drei Gegentore waren klare Fehler in unserer Abwehr. Die bestraft eine so routinierte Mannschaft sofort“, erkannte Jülichs Spielertrainer Michael Hermanns neidlos an.

Hermanns ist, was die personelle Situation anbelangt, zurzeit nicht zu beneiden. Mit Luan Selemi saß nur ein Spieler auf der Ersatzbank. Der ist eigentlich Torhüter, wurde allerdings als Feldspieler eingewechselt. „Es hätte nicht viel gefehlt, und Peter Kosprd hätte mit 70 Jahren noch aufgeboten werden müssen“, meinte Hermanns. „Denn ich kann unsere Ausfälle einfach nicht ersetzen. Dafür ist unser Kader nicht breit genug, für die B-Liga würde es reichen, allerdings nicht für die A-Liga.“ Eine Änderung ist allerdings auch nicht in Sicht. So stehen Ali Gase, Giovanni Ascione oder aber Kevin Zöller, tragende „Säulen“ der Stammbesetzung, auch weiterhin nicht zur Verfügung.

Dass Jülich sich über 60 Minuten genügend Torchancen erarbeitet hatte, spricht zwar für den Ehrgeiz der Mannschaft. „Aber wir machen auch die größten Tormöglichkeiten nicht rein“, bemängelt der SCJ-Trainer., der selbst auch wieder auflaufen musste und nach dem 1:0 durch Marvin Büttner (14.) ein Kopfballtor (20.) machte, das der Unparteiische allerdings wegen angeblicher Abseitsstellung des Torschützen nicht anerkannte. „Gehen wir mit 2:0 in Führung, verläuft das Spiel anders“, mutmaßte Hermanns.

Er weiß, dass 60 gute Minuten nicht reichen – ein Manko, das seine Mannschaft sicherlich noch bis zum Saisonende begleiten wird. „Ich kann mir keine Spieler mit Erfahrung und Routine schnitzen“, sagt er, macht dem Kader keinen Vorwurf. Jetzt steht die nächste Pflicht für die Jülicher am kommenden Sonntag in Rurdorf an. „Dies wäre normaler Weise ein Spiel, auf das man sich freuen würde. Aber das tun wir nicht“, bedauert Hermanns seine momentane personelle Misere.

Davon konnte beim TSV keine Rede sein konnte. „Wir hatten den ganzen Kader zur Verfügung. Wir haben die Chancen, die sich uns boten, eiskalt ausgenutzt“, sagte TSV-Geschäftsführer Zeki Polat, der morgen Abend in Ederen das zweite Spiel in Folge gewinnen will.

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