Kostümsitzung: IG Titzer Karneval lässt die Jecken jubeln

Von: jago
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Mit viel Charme eroberten die Ladys der Tanzgruppe „Dance for Fun“ die Herzen des Elferrats und der Jecken im Festzelt. Foto: Jagodzinska

Titz. Auch ohne Dreigestirn lässt es sich ausgelassen feiern, wenn die Karnevalisten sich auf ein hoch motiviertes Team verlassen können, wie es bei der Interessengemeinschaft Titzer Karneval der Fall ist. Nicht umsonst lautet das Sessionsmotto „Ne Titzer Jeck is stets bereit, beginnt die fünfte Jahreszeit“.

Auch wenn der Publikumszuspruch ausbaufähig war, sorgten die Abordnungen aller befreundeter Karnevalsgesellschaften aus der Gemeinde dafür, dass bei der Gala- und Kostümsitzung die Stimmung nicht zu kurz kam. Der Aufmarsch der KGs auf der Bühne ließ das Herz eines jeden Karnevalisten höher schlagen.

Mit musikalischer Unterstützung durch den Musikzug der „KG Fidele Geister“ aus Niederaussem-Auenheim, bahnte sich der Elferrat den Weg zur Bühne durch das hübsch anzusehende Spalier der Titzer „Funken-Mädels“ und vorbei an den jubelnden Jecken. Nach der Begrüßung durch Sitzungspräsident Dieter Tambour gab der Kommandant der „Fidelen Geister“ seinem Tanzcorps und der Garde den Auftrag, den Jecken im Zelt richtig einzuheizen. Natürlich zeigten sich auch die „Erfttöchter“ und die „Burgfanfaren“ gemeinsam von ihrer besten Seite.

Seit vielen Jahren bezaubern die „Titzer Funken“ das Publikum mit prima einstudierten Tänzen. Auch diesmal bewiesen die Eigengewächse der IG in den Formationen „Mini Funken“ und „Große Funken“ ihr großes tänzerisches Talent. Begeistert rief der Sitzungspräsident die erste Päng-Rakete des Abends auf und stellte fest: „Wenn mer die Pänz sieht, sinn mer von de Söck.“

Als die „Twee Beeden“ nahmen Marco von Wirth und Dennis de Haan, das weltweit einzige deutsch-niederländische Duo aus Titz, besonders die Titzer Prominenz aufs Korn. Herzliches Lachen war der Dank ihrer Betrachtungen über die häufige fotografische Abbildung des Titzer Bürgermeisters und Ophertener Prinzen Jürgen Frantzen im Amtsblatt und sonstigen Publikationen und für die Aufdeckung des Fred-Bekanntheitsgrad.

Kraft kennt Fred, Bratt (Pitt) kennt Fred, alle kennen Fred, selbst der Papst kennt Fred. Gemeint war damit Landtagskandidat Fred Schüller mit seiner unverkennbaren Liebe zum intensiven Facebook-Auftritt. Der Redebeitrag des Amis John Doyle teilte das Publikum eindeutig in zwei Lager. „Deutsch ist eine sexy Sprache“, stellte der Comedian fest, um sich dann an Stringtanga-Problemen, nächtlichen Sex-Hotline-Anrufen oder „Strammer Max Übersetzungen“ abzuarbeiten.

Von einem Teil wurden seine drastischen „Fuck You Tiraden“ enthusiastisch gefeiert, der andere spekulierte, ob bei dem als „Frühchen“ auf die Welt gekommenen US-Bürger ein letzter Rest in der vorgeburtlichen Entwicklung zum homo sapiens auf der Strecke geblieben ist. „Oli der Köbes“ wurde für seinen grundsoliden Redebeitrag mit viel Applaus belohnt. Ein optischer Leckerbissen war der Auftritt der Titzer Showtanzgruppe „Dance for Fun“, die mit ihrem Charme die Herzen eroberte. Richtig stark zeigte sich das Männerballett der IG „Plomaris“.

Was die von der ehemaligen Tänzerin der Jülicher Stadtgarde Herta Ittermann in Zusammenarbeit mit Jessica Breuer und Britta Bender trainierten Kraftbolzen auf die Bühne zauberten, war eine frenetisch umjubelte Choreographie-Glanzleistung. Mit den genau richtigen jecken Tönen pushten die Mundartgruppe „Stabelsjeck“ und die „Backes Band“ die Stimmung auf Höchstwerte. Den furiosen Schlussakkord setzten die „Regimentstrompeter Eschweiler“, die das Zelt zu später Stunde noch einmal so richtig zum Kochen brachten.

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