Kostenlose Grünabfallanlieferung in Siersdorf beschränkt

Von: gre
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Das war für Gartenbesitzer eine ziemliche Überraschung an den ersten Juli-Tagen: die Anlieferstelle in Siersdorf ist geschlossen. Foto: Greven

Siersdorf. Denn verschlossen war das Tor. Dabei war das alles so einfach, den Strauch- und Heckenschnitt fast zu jeder Zeit loszuwerden. Ab dem 1. Juli 2015 ist das zumindest nicht mehr im Siersdorfer Bauhof uneingeschränkt möglich.

Der Rat hat entschieden, dass es diese kostenfreie Entsorgung in der Zeit vom 1. Juli bis 31. August nicht gibt, ebenso wenig in der Zeit vom 1. Dezember bis 28. Februar – in Siersdorf. Die Anlieferung im Industriegebiet Aldenhoven aber bleibt möglich.

Die Gründe für diese Einschränkung sind zunächst einmal die Kosten, zum anderen geht es aber auch um Missbrauch. Annahmezeiten am Bauhof waren samstags, dienstags und donnerstags zu bestimmten Zeiten. Die Anlieferungen wurden mal mehr mal weniger jeweils von Mitarbeitern des Bauhofs kontrolliert. Die Einsparungen beim Personal des Bauhofes und parallel die Zunahme der zu pflegenden Flächen machen kostensparende Maßnahmen notwendig, hieß es dazu von Verwaltung und Politik.

Hinzu kommt der Missbrauch. In zunehmendem Maße versuchten Bürger aus Nachbarkommunen – zum Beispiel Jülich, Titz, Linnich, Baesweiler, Alsdorf – hier ihren Heckenschnitt abzuladen. In der letzten Zeit wurde auch Rasenschnitt abgekippt. Dadurch erhöhte sich das Volumen beträchtlich, für das die Gemeinde beim AWA-Entsorgungs-Zweckverband ihre Gebühren zu entrichten hat. Die Gemeinde ist natürlich gehalten, auch bei den Gebührenhaushalten zu sparen. Kleinmengen an Baum-, Strauch- und Heckenschnitt bis 100 Kilogramm können kostenfrei bei der Firma Schönmakers-Umweltdienste in Aldenhoven, Industriestraße 15-19, abgeliefert werden (montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr). Die Anlieferung wird streng kontrolliert, sowohl Inhalt als auch Gewicht.

Die Verärgerung reduziert sich auf die Gartenbesitzer aus Siersdorf, denen es nunmehr nicht mehr möglich ist, wie bisher ihren Grünschnitt mit der Schubkarre oder dem Handwagen zum Bauhof zu bringen, zumindest nicht in den genannten Sperrzeiten. Das war auch Gegenstand von Vorwürfen, die dem neu gewählten CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Ralf Claßen von Siersdorfer Seite auf der Mitgliederversammlung gemacht wurden. Die Kritik zielte darauf ab, dass sich die Bürger nicht informiert fühlten und erst vor dem verschlossenen Tor des Bauhofes von der Neuregelung erfuhren.

Zwar konnte der Bürgermeister auf eine Bekanntgabe im „Aldenhoven Info“ verweisen, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass dieses offenbar nicht in alle Haushalte gelangt. So werde es zum Beispiel den Bürgern in Siersdorf und Schleiden nicht regelmäßig zugänglich gemacht. Das ist ein seit Jahren gemachter Vorwurf, der sich gegen den auch für die Zustellung zuständigen Verlag richtet, der durch die Gemeindeverwaltung hierauf stets hingewiesen worden ist. Es bleibt dabei: Die Kommunikation ist verbesserungsbedürftig. Zwar gibt es Hinweise in Facebook oder auf der Homepage der Gemeinde, aber nicht jeder kann diese digitalen Kanäle „anzapfen“.

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