Kosten für Rückbau des Ex-Forschungsreaktors gestiegen

Von: ddp-nrw
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Jülich. Der Rückbau des abgeschalteten Atom-Forschungsreaktors in Jülich wird für den Steuerzahler offenbar deutlich teurer als geplant.

Wie die Grünen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilten, geht dies aus einer Antwort des Bundesforschungsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

2006 hatte die alte schwarz-gelbe Landesregierung einen Gesamtbetrag von rund 400 Millionen Euro angegeben. Nun nannte die Bundesregierung nach Angaben der Grünen eine Summe von 612 Millionen Euro. Nach Auffassung der Grünen handelt es sich erneut nur um „eine schön gerechnete Untergrenze, da es beim weiteren Rückbau der Anlage noch erhebliche Risiken gibt”.

Der Reaktorbehälter stehe derzeit immer noch an der alten Stelle. Deshalb sei unklar, „wie stark das Erdreich darunter wirklich verseucht und was letztlich die Dekontamination kostet”. Die Kosten teilen sich demnach Bund und Land NRW im Verhältnis 70 zu 30.

Der Versuchsreaktor in Jülich lief von 1966 bis 1988 und wird seitdem zurückgebaut. Er galt als Prototyp für den später ebenfalls stillgelegten Hochtemperaturreaktor in Hamm. In Jülich lagern noch 152 Castoren mit hoch radioaktiven Brennelementekugeln. Nach Auffassung der rot-grünen Landesregierung wird der Rückbau in Jülich und Hamm insgesamt Milliarden-Summen kosten.

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