Korneliusmarkt in Rödungen hat seine Anziehungskraft nicht verloren

Von: ptj
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Ein Blickfang beim Korneliusmarkt war einmal mehr die Traktoren- und Landmaschinenmeile. Foto: Jagodzinska
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Beispielhaft: Der Linnicher HobbyDrechsler Josef Schmidt hielt Wort und verlegte seine ernst zu nehmende OP, um wie versprochen am Marktgeschehen teilzunehmen. Foto: Jagodzinska

Rödingen. „Wenn sich die Straßen um die Kapelle füllen und Düfte durch den Ort ziehen, dann ist wieder Korneliusmarkt.“ Ein wenig poetisch gab sich stellvertretender Bürgermeister Dieter Tambour bei der offiziellen Eröffnung des „tollen Marktensembles“ auf der Bühne vor dem Korneliuskapellchen.

Besondere Lobesworte richtete Tambour an Wilhelm Hintzen, bei dem die Fäden des Organisationsteams zusammenlaufen. 57 Anbieter präsentierten beim 527. Korneliusmarkt ihr hochwertiges und breit gefächertes Sortiment. Fünf Aussteller hatten wetterbedingt abgesagt.

Mehrfach bestätigt wurde sogleich die „Harmonie beim Aufbau zwischen Marktausstellern und Dorfbewohnern“, die in Rödingen üblich ist. „Das ist hier wirklich keine Bierbudengalerie“, ist ein weiteres Beispiel lobender Worte aus Reihen der Besucher. „Dass sowas hier überhaupt stattfinden kann, geht nur, weil so viele im Hintergrund mitwirken“, fand der wahlkämpfende Staatssekretär Thomas Rachel anerkennende Worte. Judaistin Monika Grübel, die zum Besuch im und zur Führung durch das LVR-Kulturhaus Landsynagoge einlud, kauft stets „Keramik oder Honig auf dem ganz tollen Markt“.

Ein herausragendes Beispiel unter den Ausstellern ist der Linnicher Hobbydrechsler Josef Schmidt, der zum ersten Mal in Rödingen mit seinen Arbeiten das traditionelle Handwerk präsentierte. Er hatte für die seinerseits zugesagte Teilnahme eigens einen OP-Termin um einen Tag verschoben! „Der Willi Hintzen ist nett, und ich hab‘ es ihm versprochen“, kommentierte er seinen Entschluss.

Virginia Liskens Sommerlied

Nach der Verabschiedung der Rödinger Schulkinder im vergangenen Jahr, die viele Jahre lang federführend das Bühnenprogramm gestaltet oder Kinderflohmärkte veranstaltet hatten, sprang Sängerin und Gitarristin Virginia Lisken als Eisbrecherin auf der Bühne ein – mit einem Sommerlied. „Jetzt erst recht“, betonte sie augenzwinkernd, bevor sie routiniert „It never rains in southern California“ anstimmte. Das Bühnenprogramm hatte erneut Eventmanagerin Stefanie Notthoff organisiert. Als weitere Bühnenhighlights lockten am Nachmittag das einfühlsame Gesang-Gitarren-Duo „Da Capo Al Fine“ alias Claudia Breuer und Holger Forst, zudem bot Sabrina Gaspers ein Fitness- und Tanzprogramm.

Zu den Besuchern zählte eine auffallend große Gruppe aus dem Alten- und Pflegezentrum „Heilige Familie“ Hasselsweiler. Gut gelaunt spazierten die Senioren hinter Gehhilfen oder ließen sich in ihren Rollstühlen durch das Marktangebot gewerblicher und private Anbieter führen. Ferner warteten etliche Vereine mit einem anschaulichen Informationsangebot auf.

Neben vielen Speisen und einem Kinderkarussell reichte die breit gefächerte Palette von charmanten ländlichen Kürbisarrangements, Tee, Kräutern, Marmeladen und Gewürzen über Holz-, Leder und Stahlwaren bis hin zu Haushaltswaren und meist handgefertigter Bekleidung. In der Traktoren- und Landmaschinenmeile fanden sich unter anderem ein D 324 McCormick-Traktor der D-Serie von 1956 oder der erste luftgekühlte Schlepper aus dem Hause Deutz, der F1 L 514 von 1951 mit 15 PS-starkem Ein-Zylinder-Motor und 4-Gang-Getriebe.

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