Ameln - Kopf einziehen: Schilder hängen tief

Kopf einziehen: Schilder hängen tief

Von: hfs.
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Dieser junge Mann meidet die linke Straßenseite. „Denn dort bin ich schon einmal gegen das dortige Schild gerannt“, berichtet er vor Ort. Foto: hfs

Ameln. Wenn man zurzeit in der Titzer Ortschaft Ameln als Fußgänger unterwegs ist, eine Körpergröße von mehr als 1,85 Meter hat, dann hat man an bestimmten Stellen auf der Prämienstraße schlechte Karten. Es droht Unfallgefahr.

Um dieser zu begegnen, sollte man verstärkt den Blick aufwärts wenden und auf Schildermasten achten, die seit einigen Tagen im Bereich der Haltestelle gegenüber dem ehemaligen Gelände der alten Zuckerfabrik aufgestellt sind. Was wie ein schlechter Witz klingt, ist bittere Wahrheit, wie nun Ortsvorsteher Hans-Willi Gilles im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt zu berichten wusste.

Was ist geschehen? Seit Monaten steht die Gemeindeverwaltung in ständigem Kontakt mit dem Straßenverkehrsamt Düren und der Kreispolizeibehörde. Grund sind die immer wieder festgestellten überhöhten Geschwindigkeiten auf der Ortsdurchfahrt Ameln. Auf der Prämienstraße befindet sich eine Schulbushaltestelle, die auf Grundlage des sogenannten „Schulwegeerlasses“ im Jahre 1990 geschaffen wurde, in deren Bereich von 150 Metern jegliches Überholen verboten, die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer in der Stunde beschränkt wurde.

Nach diesem Erlass sollten die Beschränkungen auf die Zeiten des Schulbetriebs begrenzt werden, gegebenenfalls mit klappbaren Verkehrszeichen in den Ferienzeiten vollständig aufgehoben werden. Doch dies fruchtete nicht, die Polizei stellte immer wieder Verstöße fest. So bat die Kreispolizeibehörde im November um Überprüfung, ob Überholverbot und Geschwindigkeitsbeschränkung nur auf die Zeiten begrenzt werden könnten, in denen dort an der Schulbushaltestelle regelmäßig Kinder zu erwarten sind.

Nach einem Vorschlag des Bezirksbeamten und der Kreispolizeibehörde wurde dann eine Beschränkung von 7 Uhr bis 16 Uhr für ausreichend erachtet. „Dann hat man die entsprechenden Zusatzzeichen ‚montags bis freitags von 7 Uhr bis 16 Uhr‘ montiert“, berichtete Gilles. Und er fragte nach, warum „zehn Tage nach meiner Beschwerde noch immer die neuen Zusatzschilder nicht höher gehängt worden sind.“

Denn schließlich habe man in Ameln auch Bürger, die eine Körpergröße von 1,90 Meter und mehr haben. Seine Beschwerde hatte er direkt in der Gemeindeverwaltung vorgetragen, nachdem sich ein Bürger bei ihm gemeldet hatte, „der eine Kopfwunde davon getragen hatte, weil er gegen eben dieses Zusatzschild gerannt sei. Gott sei Dank war es nicht Schlimmes“, argumentierte der Amelner Ortsvorsteher, der es allerdings nicht verstehen kann, warum die neuen Hinweisschilder einfach unter die anderen montiert wurden. Beigeordneter Canzler versprach „direkte Aufklärung“. Gilles abschließend: „Wir können nicht länger warten, denn die Gefahr ist nicht zu unterschätzen.“

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