Kooperation zwischen Geschichtsvereinen trägt Früchte

Von: ptj
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Ausblick auf weitere furchtbare Jahre der Zusammenarbeit der Dauerkooperationspartner JGV und OGV: Als 2.v.r. ist der Vorsitzende des Jülicher Geschichtsvereins, Guido von Büren zu sehen, links neben ihm ist OGV-Vorsitzender Michael Gutbier abgebildet. Foto: Jagodzinska

Jülich. Nach einem „sehr intensiv verlebten Jahr“ resümierten der Jülicher und der in dauerhafter Kooperation verbundene Opladener Geschichtsverein (OGV) traditionsgemäß zwischen den Jahren. Gleichzeitig blickten sie auf zahlreiche gemeinsame Projekte im neuen Jahr.

Fünf Studienreisen und ebenso viele Tagesfahrten wurden geplant. Erfolgreich umgesetzt wurden indes nicht alles. „Leider“, bedauerten die Organisatoren, mussten wegen Resonanzmangels drei abgesagt werden. „Zeitgeschichtliche Themen wie der Erste Weltkrieg sind nicht ganz so leicht zu vermitteln. Da muss man dicke Bretter bohren“, erläuterte Guido von Büren, Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins (JGV) die Hintergründe.

So geht es zum „Bretterbohren“ gleich im Februar auf der ersten Tagesfahrt nach Lüttich, wo im architektonisch herausragenden Fernbahnhof „Guillemins“ die spektakuläre Ausstellung „1914 war ich 20“ gezeigt wird. Zweites Tagesziel ist das neue Kulturzentrum „La Cité Miroir“, wo die Ausstellung „Hitlers entartete Kunst“ zu sehen ist.

Das gewohnte komplette Programmheft im Taschenformat enthält erstmals zusätzlich eine entnehmbare Jahresprogrammübersicht, von der einen Seite für den JGV, von der Rückseite für den OGV. Ein gesondertes Heft präsentiert sechs mehrtägige Studienreisen und sieben Tagesexkursionen, die häufig mit zusätzlichen Kooperationspartnern, alle aber in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Schumacher organisiert sind.

Ein „Novum“ ist eine Doppelfahrt im Herbst, einzeln oder zusammen buchbar. Die Fahrt zum Thema „Backsteingotik II“ führt in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Burgenkunde Aachen in die stolze Hansestadt Danzig mit ihren herausragenden Zeugnissen mittelalterlicher Baukunst und zu Städten, Kirchen und Burgen des Deutschen Ordens. Die Hinreise erfolgt über die Leverkusener Partnerstadt Schwedt, die im kommenden Jahr ihr 750. Stadtjubiläum feiert. Neben der Teilnahme an den Jubiläumsaktivitäten erfolgen Exkursionen in die Uckermark, nach Angermünde, ins Kloster Chorin sowie in die polnische Neumark. Die Reiseteile „750 Jahre Schwedt“ und „Backsteingotik II“ können separat gebucht werden.

Neben der Herausgabe gleich mehrerer Publikationen, ihrer Vortragsreihen und Aktionstage beteiligen sich die Geschichtsvereine 2015 intensiv an dem vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz koordinierten Programm „Danke Berlin. 200 Jahre Preußen am Rhein“. Geplant, aber wegen der Finanzierung noch nicht in trockenen Tüchern, ist eine aufwändige Projektfortführung in 2016, die in das große Ausstellungsprojekt mit Strukturenvergleich „Das preußische Jahrhundert – Jülich, Opladen und das Rheinland zwischen 1815 und 1914“ münden soll. Vordergründig behandelt wird hier die Frage „Wie kommen die Rheinländer in Preußen an?“.

Neben der Ausstellung „Fahndung nach Augustus“ ab Mai im Schlosskeller der Zitadelle zählt die Ausstellung mit dem Titel „Tiefernst und stumm ist hier die Welt...“ ab September im Pulvermagazin zu den Jülicher Themen. Ergänzend wird sie mit Motiven aus dem Bergischen Land im Haus der Stadtgeschichte in Leverkusen gezeigt. Thema der Ausstellung ist die „Preußische Rheinprovinz im Blick der Düsseldorfer Malerschule“.

Bilder waren nicht nur wichtig für die Erschließung von Gebieten, sondern auch für die Vermittlung reformatorischer Ideen. Aus Anlass der 500-jährigen Jubiläums des 1515 in Wittenberg geborenen Renaissance-Malers Lucas Cranach d.Ä., ein entscheidender Unterstützer Luthers, ist auch die Mehrtagesfahrt Ende August zum Thema Reformation und Renaissance erwähnenswert.

Nicht zuletzt „verschmelzen die Schriftenreihen beider Geschichtsvereine“ in der Ausgabe der Opladener Periodika „Montanus 15“, die gleichzeitig der 9. Ausgabe der Jülicher Forschungen entspricht. Es handelt sich um eine Ausarbeitung von Christine Maes über die Korrespondenz der Familien von Jülich-Kleve-Berg und von Arenberg im 16. Jahrhundert über adelige Frauen auf der Suche nach Freundschaft und Liebe.

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