Konzert: „Orgel trifft glänzendes Blech“ ist Titel und Programm

Von: ptj
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Glanzvolles Barockkonzert in der Sales-Kirche: Der Leverkusener Organist Andreas Zopf und die Piccolo-Trompeter Klaus Luft (Mitte) und Martin Schädlich auf der Orgelempore. Foto: Jagodzinska

Jülich. Barockmusik eignet sich besonders für die Instrumentierung mit Orgel und Trompete. Deshalb wurde sie im festlichen Konzert unter dem Titel „Orgel trifft glänzendes Blech“ in der Sales-Kirche schwerpunktmäßig zu Gehör gebracht, dicht gefolgt von Werken der Romantik.

Als Aufführende traten die im Jülicher Land aus diversen Formationen bestens bekannten Trompeter Klaus Luft und Martin Schädlich in den romantisch beleuchteten Chorraum des Oktagons im Nordviertel. Der Dritte im Bunde war den meisten Jülichern bislang unbekannt. Organist Andreas Zopf ist Kantor der Petrus-Kirche in Leverkusen. Dorthin hatten er die beiden Trompeter zu einem Candle-Light-Konzert eingeladen. Das gefiel Luft und Schädlich so gut, dass sie das Programm den Jülichern nicht vorenthalten wollten. Sie fragten in der Sales-Kirche nach, die als „immer sehr offen und umkompliziert“ gilt, wie Martin Schädlich es in der Begrüßung ausdrückte. Nach einführenden Worten stieg das Trio auf die Orgelempore, während die vielen Zuhörer dem wunderschönen Konzert im halbdunklen Gotteshaus lauschten.

Als glanzvolle Einzugsmusik hatten die Profi-Musiker das Instrumentalstück „Ankunft der Königin von Saba“, Sinfonia im dritten Akt von Händels Oratorium „Salomo“ gewählt. Mit ihrer harmonischen Ausweitung reflektiert die Sinfonia die heitere Seite des Barock. Der britische Komponist Christopher Tambling ist kein barocker oder romantischer Komponist, er ist erst in diesem Jahr gestorben. Seine brillant arrangierten „Trumpet Variations“ für Trompete und Orgel spielte Klaus Luft auf seiner Bb-Piccolo-Trompete im Duett mit Andreas Zopf.

Bekannt für seine Verknüpfung barocker und romantischer Stilelemente ist der spätromantische Komponist Joseph Rheinberger. Die lyrisch bezaubernde „Cantilène F-Dur op. 148,2“ aus seiner Feder interpretierte Martin Schädlich auf seiner Eb-Piccolo-Trompete im Duett mit der Orgel.

Ferner kamen große Solo-Orgel-Werke zur Aufführung. Die Sonate C-Dur BWV 529 von Johann Sebastian Bach in drei Sätzen und die vielseitige und inspirierende Sonate Nr. 4 B-Dur op. 65 aus der Feder von Felix Mendelssohn-Bartholdy in vier Sätzen.

Weitere große Kompositionen brachten die drei Aufführenden gemeinsam zu Gehör. Aus der Feder von Johann Pezelius interpretierten sie die majestätische Sonata Nr. 22 g-moll und die gemächliche Sonata Nr. 25 d-moll aus der „Hora Decima“, den 40 Leipziger Turmsonaten, gefolgt von der fröhlich/schnellen Sonatine B-Dur.

Zum krönenden Schluss spielte das Trio das schwungvolle Konzert C-Dur aus der Feder des venezianischen Barockkomponisten Antonio Vivaldi und erntete für sein einfühlsames Spiel großer Werke berühmter Komponisten donnernden Applaus.

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