Hasselsweiler - Konzert mit ungewöhnlichen Facetten: „Lätitia” geht neue Wege

Konzert mit ungewöhnlichen Facetten: „Lätitia” geht neue Wege

Von: jago
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Etwas Besonderes wollte der MÀ
Etwas Besonderes wollte der Männergesangverein „Lätitia” Hasselsweiler bei seinem Herbstkonzert. Die Zuhörer reagierten begeistert auf die frische Vorstellung.

Hasselsweiler. Etwas Besonderes wollte der MGV Lätitia Hasselsweiler den Zuhörern beim Konzert unter dem Motto „Klänge - Bilder - Emotionen” bieten.

Gleichzeitig bedeutete das neue Format die Premiere der musikalischen Reihe „Musikbühne für junge Künstler mit Chor”. Helmut Lieven, MGV-Vorsitzender, fasste die Ambitionen bei der Begrüßung zusammen: „Wir möchten Verbindungen schaffen - Verbindungen von Gesang und Klavier, von jüngeren und älteren Stimmen, von Bildern und Tönen und nicht zuletzt von Künstlern mit ihrem Publikum.”

Gespannt wartete das Publikum in der voll besetzten Bürgerhalle auf die Umsetzung der Idee des Chorleiters Ralph Over. Dieser hatte eine ungewöhnliche Kombination von Tönen, Bildern, Licht und Improvisationen zu einer Choreographie zusammen gefügt, die für einen Männergesangverein fast schon revolutionäre Dimensionen annahm.

Häuslich eingerichtet

Bereit der Auftakt war gewöhnungsbedürftig. Over schlich um das Klavier herum, richtete sich scheinbar häuslich ein, schuf im spärlichen Licht eine Atmosphäre wie auf Carl Spitzwegs Gemälde „Der arme Poet”. Bemerkenswert war, dass die Zuhörer sich ganz schnell auf das Abenteuer einließen, die ansonsten allerorten bei MGV-Konzerten ständig unterschwellig herrschende Unruhe wich gebanntem Zuhören und Zuschauen.

Beispielhaft für die ungewöhnlichen Anmoderationen lässt sich die zum Solovortrag von Verena Günther anführen, die das Traditional „Amazing Grace” vortrug. Klavier und Stimme gaben sich wechselseitig die Töne an, im Hintergrund erklang das Getrappel einer wilden Pferdeherde, aus dem Off trug eine sonore Stimme die Hintergründe des Lieds um die Zwangsarbeit der Cherokee-Indianer vor. Nach dem Stück erklang Meeresrauschen, die Chorsänger hockten sich für den folgenden Klaviervortrag auf den Boden der Bühne, um intensiv den Klängen von Katja Schoeller und Sebastian Orthmann zu lauschen.

Hatte die musikalische Liederreise mit dem Vortrag von „Das Morgenrot”, begleitet von eindrucksvollen Videosequenzen und Bildern zu Naturschauspielen und technischen Meisterleistungen, ihren Auftakt genommen, ging es über lustig-ironische Weisen weiter bis zum „Abendfrieden”.

Den Hassesweiler Sängern und den jungen Musikern ist ein großartiges, ungewöhnliches und wegweisendes Konzert gelungen. Der Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen, hat sich gelohnt. Wahre Beifallsstürme waren der Dank einer begeisterten Zuhörerschaft, die ohne Zweifel auf Folgekonzerte hofft.
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