„Konzert gegen Rechts“ regt an

Von: bw
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Bei ihrem Auftritt wurde die „Kapelle Petra“ aus Hamm als Highlight des „Konzerts gegen Rechts“ im Kulturbahnhof von den zahlreichen Fans gefeiert. Foto: Wickmann

Jülich. Das „Konzert gegen Rechts“ im Kulturbahnhof mit mehreren Bands war ein voller Erfolg. „Wir freuen uns, sehr viele Besucher zu unserem Konzert begrüßen zu können“, war auch KuBa-Geschäftsführer Cornel Cremer rundum zufrieden.

Den Anfang machten die „Einschlagboys“ aus Jülich, für die der Auftritt ein echtes Heimspiel war. Das Publikum war sofort hellwach und sang bei jedem der eingängigen Songs mit.

Etwas ruhigere Töne waren anschließend beim Auftritt von Nadege Mferi und Mr. Luna angesagt. Auf der Gitarre begleitet, sang die Kölner Sängerin unter anderem französische Chansons oder Cover-Songs von U2, Godje oder Radiohead. Richtig rockig wurde es beim Auftritt der Aachener Gruppe „Not to Scale“, zu deren Punkrock-Songs es auf der Tanzfläche vor der Bühne richtig wild zuging.

Langsam schritt der Abend auf seinen Höhepunkt zu mit dem Auftritt von „Kapelle Petra“. Die Formation aus dem westfälischen Hamm ist zum Beispiel mit ihrem Video zum Song „Geburtstag“ im Internet ziemlich bekannt geworden. Die drei Musiker plus der lebenden Bühnenfigur „Gazelle“ zeigen ihrem Publikum sehr bunte Bühnenshows, bei denen zahlreiche selbstgebastelte Requisiten zum Einsatz kommen. Sie selbst bezeichnen sich als eine Mischung aus Helge Schneider und Sepultura und tragen bei ihren Auftritten stets Hemden und Krawatten im Retro-Look.

Neben Frontmann und Sänger Guido Scholz, genannt der „Opa“, spielt Rainer „der tägliche Siepe“ Siepmann den Bass, die Orgel und übernimmt einzelne Gesangsparts, während Markus „Ficken“ Schmidt Schlagzeug und Orgel bearbeitet und Gazelle als das optische Highlight der Gruppe gilt. Neben den Klassikern „Gewitter“ , „Uganda“ und natürlich „Geburtstag“, bei dem diesmal ein echtes Geburtstagskind aus dem Publikum auf die Bühne durfte und gefeiert wurde, ging es bei den Songs von „Kapelle Petra“ zum Beispiel um die Probleme eines Vegetariers beim Grillen oder das Bekämpfen der Spielsucht. Selbstverständlich durfte hierbei auch das legendäre Hosenschlitzsolo nicht fehlen.

Zwischenzeitlich saß „Gazelle“ nicht nur auf seinem Regiestuhl, sondern nahm auch Fotos vom Publikum auf, führte zum Titel „Pausenmusik“ eine Polonäse an, zeigte, dass auch ein Staubsauger ein Instrument sein kann oder versorgte seine Bandkollegen mit Requisiten wie einem Pappüberzug für die Gitarre.

Doch auch nach der „Abschiedszeremonie“ bekamen die Fans noch zwei Zugaben, bei denen „Gazelle“ unter anderem für Olympia trainierte.

Das Publikum bedachte die Band mit lang anhaltendem Applaus und ein gelungener Konzertabend neigten sich dem Ende zu. Anschließend fuhren die Mitglieder von Kapelle Petra noch spontan als Überraschungsgäste zu einem Fan im Jülicher Land, der ebenfalls Geburtstag hatte und wohl kaum mit so einem prominent servierten Ständchen gerechnet haben dürfte.

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