Kompromiss bei Windrädern in Sicht?

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Ein Windrad des Baureihe REpower 3.2M: Anlagen diesen Typs sollen in Linnich Strom produzieren. Foto: Senvion

Linnich. Nach Einschätzung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Parteilose Kandidaten Linnich (PKL) ist in der Diskussion um die geplanten Windparks im Stadtgebiet ein Kompromiss in Sicht.

Nachdem die PKL mit den Bürgerinitiativen über die Mindestabstände und eine Höhenbeschränkung der Windkraftanlagen (WKA) gesprochen hatte, haben Mitglieder der PKL-Fraktion mit dem Projektentwickler BMR energy solution GmbH (Hückelhoven) gesprochen, der den Windpark Boslar betreiben will.

1100 Meter Abstand

Bereits während der Präsentation war, so die die UWG-Vertreter erkennbar, dass die Betreiber den seitens des Stadtrates geforderten Abstand von 1000 Meter sicher einhielten. An allen Standorten der Windräder werde der Abstand zur Wohnbebauung mit mindestens 1100 Metern und zu Einzelgehöften mit 700 Metern mehr als eingehalten.

Lediglich die Planhöhen mit rund 200 Metern hätten Anlass zur Diskussion gegeben. BMR habe schließlich die Bereitschaft signaliisert, die Höhe der geplanten Windkraftanlagen auf 180 Meter zu reduzieren. Die Anzahl der geplanten Anlagen bleibe indes bei fünf Windrädern.

Was man, so die PKL, bei aller Kompromissbereitschaft natürlich nicht übersehen dürfe ist, dass sich durch die Verringerung der Höhen auch die Erträge der Betreiber verringern würden und demzufolge die Stadt Linnich geringere Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten hätte. Gesicherte Zahlen über die Höhe der Einnahmeverluste konnten aber, so hieß es bei der PKL, nicht ad hoc vorgelegt werden.

Trotzdem wurde nach Auffassung der PKL eine gute Ausgangsposition geschaffen, mit welcher sich hoffentlich auch die Bürgerinitiativen einverstanden zeigen können.

Die Bürgerinitiative aus Boslar/Mersch fordert bisher 1500 Meter Abstand und eine Höhenbegrenzung auf 150 Meter. Zudem befürchten die Anwohner eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität durch Schall und Schattenwurf sowie einen Wertverfall ihrer Wohnhäuser.

3,2 Megawatt Leistung

Im Bereich Körrenzig/Kofferen/Hottorf wollen verschiedene Investoren, darunter die rheinland-pfälzische Juwi AG, 16 Windräder mit einer Höhe von bis zu 184,4 Metern errichten. Bei den WKA handelt es sich um die Typreihen Enercon E-92 mit einer Nabenhöhe von 138,4 Metern und einem Rotorradius von 46 Metern (Gesamthöhe: 184,4 Meter) sowie um (wie bei BMR) Anlagen des Typs Repower 3.2M mit einer Nabenhöhe von 123 Metern und einem Rotorradius von 57 Metern (Gesamthöhe: 180 Meter).

Die Repower hat laut Herstellerangaben eine Nennleistung von 3,2 Megawatt, die überstrichene Rotorfläche umfasst gut 10.000 Quadratmeter.

Ein dritter Windpark befindet sich bei Gereonsweiler in einem frühen Stadium der Planung.

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