Siersdorf - Kommende Siersdorf: Nur alte Steine für das neue Mauerwerk

Kommende Siersdorf: Nur alte Steine für das neue Mauerwerk

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Hoch oben im Ostturm der Kommende Siersdorf: die Baufachleute (v. l.) Christian John, Fernando Olivera und Ralph Übernickel beim Ausbau einer Aussichtsplattform. Foto: Zantis

Siersdorf. Als einen wichtigen Zwischenschritt in der Sanierung der Kommende Siersdorf ist das Ausräumen von Schutt im Keller sowie im Erd- und Obergeschoss anzusehen. Darüber freuen sich ganz besonders die Mitglieder des Fördervereins, die in monatelangen Eigenleistungen eine wesentliche Aufarbeitung geleistet haben.

Nachdem nun auch die Innenräume endlich trocken gelegt wurden, gilt eine weitere Sicherungsmaßnahme vordringlich dem Außenbereich mit den vier Ecktürmen. Dazu gehört auch eine gründliche Aufarbeitung für das kunstvolle Kranzgesims.

Die von der Eschweiler Fachfirma Püttmann vorzunehmenden Sanierungsarbeiten für historische Baudenkmäler richten sich zunächst auf das Mauerwerk an den Turmspitzen sowie auf eine Rundumbefestigung mit Abdeckplatten. Für eine am Ostturm vorgesehene Aussichtsplattform wurde eine neue Decke gegossen, das Mauerwerk bestandssicher aufgestockt und mit einem entsprechenden Abschluss verfestigt. Zur Sicherheit soll auch noch ein Handlauf einen ungefährdeten Rundblick ermöglichen.

Für alle Rekonstruktions-Maßnahmen im Mauerwerk werden ausschließlich alte Ziegel verwendet, die in Paletten aufgeschichtet mit den schweren Abschlussplatten mittels Lastkran auf die 580 Quadratmeter große Dach-Plattform gehoben werden. Als eine weitere Stufe im umfangreichen Sanierungsplan sind Ausbesserungsarbeiten am Nordturm vorgesehen. Hierzu wurde der gesamte Turmkomplex mit einem Rundumgerüst eingefasst. Damit können nun die im Sicherungskonzept vom Kölner Architekt Ekkehard Kandler eingeplanten Vorgehensweisen für die historische Wiederherstellung der Ordensburg phasenweise verwirklicht werden.

Nach dem ersten Bauabschnitt für die Jahre 2012/2014 folgt nun im zweiten Teilbereich 2015/2017 mit Sicherungen im Innenbereich und Decken die eigentliche Fassadensicherung und die Aufarbeitung im Eingangsrisalit. Für alle Instandsetzungsarbeiten mit der Statik vom Kölner Diplom-Ingenieur Jürgen Bernhardt und einer fachlichen Betreuung durch das Amt für Denkmalpflege im Rheinland wird das Projekt aus Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, des Fördervereins „Kommende Siersdorf“ und der Gemeinde Aldenhoven sowie privaten Stiftern unterstützt.

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