Kommende Siersdorf gegen Feuchtigkeit gesichert

Von: Adi Zantis
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Der „Schlussstein“ im Gewölbe ist gesetzt: Baumeister Andreas Püttner und Franz-Horst Besse (Förderverein) freuen sich. Foto: Zantis

Siersdorf. „Das Gebäude der Siersdorfer Kommende ist nach vielen Jahren nun endlich trocken, und dadurch wird der weitere Verfall gestoppt!“, verkündete Andreas Püttner als Chef der Eschweiler Fachfirma für historische Bausanierung.

Damit können die von Architekt Ekkehard Kandler und dem Förderverein angestrebten Maßnahmen zur Sicherung der Ordensburg fortgeführt werden.

Um diese in Abschnitten geplante Bestandssicherung weiter voranzubringen, sei es aus finanzieller Sicht dringend erforderlich, dass die zugesagten Mittel aus dem Programm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ für die kommenden drei Jahre auch über die entsprechende Landesförderung für das Denkmalprogramm ausgeschöpft werden. Hierzu hat sich der „Förderverein Kommende“ mit einer dringenden Bitte an das zuständige Ministerium gewandt.

Zurzeit freuen sich die eifrigen Mitglieder des Fördervereins über einen besonderen Abschluss beim umfangreichen Sicherungs-Konzept: Im Rahmen der ausgedehnten Aufarbeitung in den weitläufigen Kellerräumen konnte an einem tragenden Gurt-Bogen der entscheidende „Schluss-Stein“ in das Gewölbe eingesetzt werden.

Gerade im historischen Gewölbebau spielt der Schlussstein eine entscheidende Rolle für die selbsttragende Bogen-Konstruktion. Allein 120 Arbeitsstunden, so Baumeister Püttner, wurden für den Ausbau des Bogens verwandt. Dabei handelte es sich bei den Steinen um den sogenannten „Herzogenrather Sandstein“ mit einem Einzelgewicht von 150 bis 300 Kilogramm.

In den weitläufigen Kellerräumen kann nun nach der Bestandssicherung und Aufräumarbeiten mit Schuttbeseitigung eine Zwischenstation beendet werden. Eine weitere Maßnahme ist die Erforschung eines Brunnens, der im Erdgeschoss entdeckt wurde und wohl bis unter den Burggraben reicht.

Der nächste Sicherungsabschnitt gilt nun dem kunstvollen Gesims-Kranz rund um das ganze Gebäude des mächtigen Herrenhauses. Um weitere Arbeiten auch im Burggraben anzugehen, ist eine umfangreiche teilweise Erneuerung sowie Verfestigung im Außenmauerwerk erforderlich. Nachdem auf der großen Dach-Plattform etwa 600 Kubikmeter Bewuchs und Wurzelwerk entfernt wurden, konnte mit einer „Gefälle-Beton-Decke“ und Klebe-Dichtung nun endlich auch der gesamte Gebäudekomplex gegen Feuchtigkeit gesichert werden. Mit der 580 Quadratmeter umfassenden Dachfläche wurden auch die abschließenden Turmflächen trocken gelegt.

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