Kommende Siersdorf: Einsatz des Arbeitskreises gewürdigt

Von: Adi Zantis
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Informationsbesuch in der Siersdorfer Kommende: Kunsthistorikerin Dr. Andrea Pufke (r.) und Referent Thorsten Schrolle (2. v. l.) vom Amt für Denkmalpflege. Mit Dabei Bürgermeister Ralf Claßen (3. v. r.), Architekt Kandler (3. v. l.), Markus Herhut (5. v. r.), und Fördervereinsvorsitzender Guido von Büren (4. v. l.) mit den Vorstandsmitgliedern. Foto: Zantis

Siersdorf. Mit dem Informationsbesuch der Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke vom LVR-Amt für Denkmalpflege Puhlheim wurde das Bemühen um die Bestandssicherung der Kommende Siersdorf durch den Siersdorfer Förderverein auch von fachlich kompetenter Seite der Einsatz zum Erhalt der Ordensburg besonders hervorgehoben.

Über 100 000 Denkmäler, die im Rheinland erfasst sind, stellen kulturhistorisch einen wertvollen Bestand dar. Diesen zu erhalten, zu betreuen und zu erforschen gehört zu den Aufgaben des Denkmalpflegeamtes mit Sitz in der Abtei Brauweiler.

Entwicklung aufgezeigt

In der Begrüßung der kompetenten Gäste mit Kunsthistorikerin Dr. Andrea Pufke und Dipl.-Ing. Thorsten Schrolle (wissenschaftlicher Referent) erläuterte der Fördervereinsvorsitzende Guido von Büren im Beisein von Aldenhovens Bürgermeister Ralf Claßen, Architekt Eckehardt Kandler, Markus Herhut (Amt für Bauleitplanung) und der Vorstandsmitglieder des Fördervereines die Entwicklungen der Bestandsbemühungen um die Ordensburg.

„Seit 2012 ist der Förderverein Eigentümer der Niederlassung des Deutschen Ordens. Die als Ensemble komplett erhaltenen Gebäude“, so von Büren, „sind allerdings durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt. Trotzdem konnten wir mit der Idee zur Übernahme nach heutigen Erkenntnissen eine Vision entwickeln, die mit einer Machbarkeitsstudie im fünften Jahr unter Mithilfe der Bezirksregierung und vielen Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln einen entscheidenden Schritt in die Zukunft verwirklichen.“

Außenansicht gewandelt

„Mit dem Einsatz eines rührigen, Arbeitskreises‘ von 20 freiwilligen Helfern als notwendige Eigenleistung hat sich“, nach Einschätzung des Vorsitzenden, „die Außenansicht der Kommende deutlich gewandelt. Unser Ziel für die Substanzerhaltung der Kommende ist damit nachdrücklich sichtbar geworden.“

Dr. Andrea Pufke sah in der Frage nach der Ausgestaltung der Detailansichten des Gebäudekomplexes „zusätzlich noch eine große Aufgabenstellung für die lobenswerte Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzgruppe“. Architekt Eckehardt Kandler sieht „die Sicherung vor Witterungseinflüssen und die Entschuttung der Außenanlagen als vordringliche Maßnahmen“. Nachhaltig betonte Kandler auch „die öffentliche Amtsbegleitung und die Beratung fachlicher Institutionen“.

Für die Besuchergruppe war eine Führung im weitläufigen Gebäudekomplex gleichzeitig auch eine Dokumentation, in der die sichtbare Erfassung des Bestandes im Vordergrund stand. Gerade in den weitläufigen Kellerräumen, in den Hallen von Erd- und Obergeschoss sowie der Dachterrasse konnte sich ein Gesamtkomplex darstellen, bei dem gründliche Restaurierungsmaßnahmen aus historischer Sicht in seiner Wertstellung für die Öffentlichkeit und den Erhalt für die Nachwelt notwendig sind.

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