Kommende Siersdorf: Der ständige Kampf gegen Risse

Von: Adi Zantis
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Er wurde als Vorsitzender des„Fördervereins Kommende Siersdorf“ wiedergewählt: der Jülicher Historiker Guido von Büren. Foto: Zantis

Siersdorf. Mit der Wiederwahl des Vorsitzenden Guido von Büren gab es auf der Mitgliederversammlung des „Fördervereins Kommende Siersdorf“ eine besondere Beifallsbekundung für den Jülicher Historiker. Als Wahlleiter sprach Dr. Peter Nieveler „von einer Summe von Verantwortung“, mit der sich „die Leistungen von Guido von Büren ermessen lassen“.

In den turnusgemäßen Wahlen wurden auch die weiteren Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Im Rückblick auf 2016 erwähnte Vorsitzender von Büren vor allem den „samstäglichen Einsatz der vereinseigenen Bautruppe“, die sich im vergangenen Jahr schwerpunktmäßig der Entschuttung des Burggrabens zugewandt hatte. Die Bilanz der eifrigen Helfer liegt in den letzten fünf Jahren bei 17.000 Einsatzstunden.

Nach einer gründlichen Fassadensicherung im vergangenen Jahr richtet sich derzeit das Augenmerk der Sanierungen auf die Absetzung des Westturmes. Dabei soll der abgängige Turm mittels Sägeverfahren in seiner Bindung zum Hauptgebäude getrennt werden. Die hierzu notwendigen Sicherungsmaßnahmen im Keller wurden bereits abgeschlossen. „Zudem“, so von Büren, treten immer wieder Schadensbilder im Mauerwerk auf, so dass auch hier Maßnahmen zur Sicherung notwendig werden.“

Finanzierung wichtig

In Bezug auf eine weitere Förderung durch öffentliche Zuschüsse ist der Vorsitzende für das laufende Jahr zuversichtlich, da eine weitere Protektion signalisiert wurde. Als wichtigstes Ziel sieht er dabei eine fortlaufende Durchfinanzierung zur Verwirklichung der weiteren Sicherungsmaßnahmen an der Kommende, um die Einrichtung eines Dokumentationszentrums des Deutschen Ordens zu verwirklichen.

Hierzu könnten auch mit einer Machbarkeitsstudie Fördermittel aus dem EU-Programm „Aktion für die Entwicklung der ländlichen Wirtschaft für das Jahr des europäischen Kulturerbes“ eingeschaltet werden. Als besonderen Pluspunkt sieht Vorsitzender von Büren das „ehrenamtliche Engagement“ im Förderverein als „großes Eigenkapital für herausragende Einsatzfreude“. Einen besonderen Dank richtete er auch an die zuständigen Denkmalbehörden sowie für bereitwillige Unterstützung seitens der öffentlichen Institutionen in der Gemeinde Aldenhoven und im Kreis Düren.

Kassierer Rolf Leese konnte in seinem Finanzbericht eine zufriedenstellende Bilanz verkünden. Hierzu gehören auch Spendengelder aus den verschiedenen Veranstaltungen. Im Ausblick auf weitere Organisationen wurde für 2017 wiederum ein Weihnachtsmarkt im Gebäude der Kommende angekündigt. Schon jetzt richten sich auch weitere Planungen auf das 800-jährige Jubiläum im Jahr 2019. Vorgesehen sind u. a. in Verbindung mit einer Tagung des Landschaftsverbandes im Kontext mit der Geschichte des Deutschen Ordens sowie ein großes Ortsjubiläum.

Bis dahin hofft der Förderverein auch auf eine weitere Steigerung im Mitgliederstand. Aus dem letzten Jahr konnte die Zahl auf 76 Mitglieder vor allem aus dem Ortsbereich Siersdorf erhöht werden.

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