Kommende ist Baudenkmal mit einer botanischen Besonderheit

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
10085631.jpg
Fördervereinsvorsitzender Guido von Büren (v.l.), Staatssekretär Michael von der Mühlen, Peter Münstermann MdL (4.v.l.) und weitere Gäste vor der Kommende Siersdorf. Foto: Wolters

Siersdorf. Michael von der Mühlen, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr besuchte unlängst auf Einladung des Fördervereinsvorsitzenden Guido von Büren die Kommende in Siersdorf, um sich an Ort und Stelle über die Verwendung von Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm des Landes informieren zu lassen.

„Die Mittel werden effektiv eingesetzt“, urteilte der Staatssekretär am Ende des ausführlichen Rundgangs, und: „Das Objekt ist es wert!“ Von der Mühlen, wurde vom SPD-Landtagsabgeordneten Peter Münstermann begleitet, der sich bereits im Vorfeld dafür eingesetzt hatte, dass bei der Aufstellung des Denkmalpflegeprogramms in der Bezirksregierung Köln das Projekt der Deutschordenskommende mit besonderer Priorität behandelt wird. „Wir mussten dicke Bretter bohren, um die Förderung zu halten“, sagte Münstermann, der Stolz ist, dass das Land einen „substanziellen Beitrag“ leistet.

So betrug die NRW-Förderung in den Jahren 2012 bis 2014 108.500 Euro bei förderfähigen Kosten von gut 360.000 Euro. Weitere 124.500 Euro kamen 2014/15 für die Fassadensanierung hinzu bei Kosten von knapp 360.000 Euro.

Förderung aus Rückflüssen

Ein Nachschlag von 35.500 Euro ergibt sich bei der NRW Förderung aus Rückflüssen von Fördergeldern. Kofinanziert wurde das Projekt durch Mittel in gleicher Höhe vom Bundesprogramm für National bedeutsame Denkmäler.

„Geld ist das eine, genauso wichtig ist das Engagement aller Beteiligten“, zeigte sich Michael von der Mühlen beeindruckt davon, was der Förderverein inzwischen alles auf den Weg gebracht hat. Der Staatssekretär war auch sehr angetan davon, dass ihm ein praktischer Eindruck von der Ordenskommende des Deutschritterordens vermittelt wurde, die ein „Kulturdenkmal von nationalem Rang“ darstelle.

So soll die Sicherung der Ruine bis 2016 abgeschlossen werden, während für 2019 eine kleine Präsentation zur Baugeschichte der Gesamtanlage geplant ist. Die mit zahlreichen Messpunkten gespickten Wände des 1578 erbauten Herrenhauses erlauben es, dreidimensionale Modellansichten des Rennaissancegebäudes zu generieren und auf dem PC-Bildschirm zu betrachten.

Neben spannenden Baubefunden und geplanten Sicherungsmaßnahmen an der Ruine hielt Guido von Büren für den Gast aus Düsseldorf auch eine botanische Besonderheit bereit, denn im Umfeld der Ordensburg hat sich der Nickende Milchstern erhalten, der aus dem Mittelmeerraum und Zentralasien stammt. Der Milchstern wurde in der Barockzeit häufig als Zierde für Schloss- und Klostergärten angepflanzt und hat sich über diese lange Zeit offenbar auch in Siersdorf gehalten.

Die Schenkung von 1219

2019 ist die Schenkung der Siersdorfer Kirche mit allem Zubehör an den Deutschritterorden, Keimzelle der Kommende, genau 800 Jahre her.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert