Kofferen: Bürgersteige sollen ausgebaut werden

Von: ojo
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Ein kombinierten Fuß-/Radweg, wo jetzt noch Gras wächst, wäre die bürgerfreundlichste Verbesserung, die der Ausbau der K 18 den Kofferanern bringen würde. Die freie Strecke zwischen Fußballplatz beziehungsweise Friedhof wäre um ein Vielfaches sicherer. Foto: Jonel
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Linnich. Die Kofferaner kennen es nicht anders: Wer zu Fuß zum Friedhof oder dem angrenzenden Sportplatz will, die beide außerhalb der Ortschaft liegen, der muss ein gutes Stück auf offener Straße zurücklegen. Einen Bürgersteig gibt es dort nicht. Noch nicht.

Denn wenn die Planung zum Ausbau der Kreisstraße 18 umgesetzt wird, schafft sie erstmals eine durchgehende Gehwegverbindung zwischen der Kirche im Ortskern und dem Friedhof in der Feldgemarkung.

Das ist nur eine, wenn auch wesentliche, der Verbesserungen, mit denen die Planung zur Aufwertung der K 18 im Ortsbereich aufwartet. Vorgestellt wurden die Pläne im Linnicher Bau- und Umweltausschuss, von dem der Leiter des Amtes Kreisentwicklung und -straßen, Walter Weinberger, mehr als nur freundliches Zuhören erhoffte.

„Mit Ihrer Zustimmung heute werden wir bei der Bezirksregierung versuchen, einen Bewilligungsbescheid zu bekommen.“ Das sei längst nicht mehr so einfach, wie noch vor einigen Jahren. Allerdings gab Weinberger sich zuversichtlich, dass die Maßnahme bewilligt werde und 2014/15 umgesetzt werden könne.

Die K 18 ist in Kofferen zweigeteilt. Von Gevenich kommend, stößt sie auf die Neußer Straße, der K 17, folgt der nach rechts für einige Meter, bevor sie nach links Richtung Lövenich abzweigt. Hier verläuft sie ein Stückweit durchs Dorf und auf freier Strecke am Friedhof vorbei.

Der „Gevenicher Abschnitt“ vom Ortseingang bis zur Einmündung Neußer Straße wird an seiner rechten Seite, der östlichen, einen Gehweg erhalten, dessen Breite von 1,25 bis 2 Metern variiert. Jetzt ist dort gerade mal ein schmales Bord, das einem Fußgänger kaum Platz bietet.

Das Gehweg-Gegenstück auf der gegenüber liegenden Seite ist ähnlich schmal. Wie breit das werden kann hängt davon ab, was die Fahrbahn an Platz benötigt. Sie soll nach Möglichkeit sechs Meter breit sein, wird sich aber in Einmündungsbereich zur Neußer Straße auf 4,50 Meter verjüngen.

Die angestrebten sechs Meter Fahrbahnbreite lassen sich auch in dem Bereich zwischen Neußer Straße und Kirche nicht realisieren. Hier sind maximal fünf bis , fünfeinhalb Metern Fahrbahnbreite möglich. Mit bis zu vier Metern geradezu üppig ist der Gehwegbereich zwischen den beide Einmündungen der Kampstraße. Hier stellen sich die Planer eine gestalterische Auswertung des Platzangebots etwa durch Parkplätze vor. Im weiteren Verlauf Richtung Ortsausgang ist immer noch so viel Platz, dass zwischen Fahrbahn und Gehweg ein Grünstreifen angelegt werden könnte, schlagen die Planer vor. Nebenanlagen gehen kostenmäßig aufs Konto der Stadt, und da schiebt die Verwaltung vorsorglich allzu kreativen Lösungen einen Riegel vor. Auf Pflanzbeete sollte verzichtet werden. Zu pflegeintensiv, was Kosten produziert.

Am Ortsausgang Richtung Lövenich wird die K 18 verengt, um den einfahrenden Verkehr zu bremsen. Hier wird die K 18 als auffälligste Veränderung auf der Westseite, Richtung Lövenich links, ein 2,50 Meter breiter Rad-/Gehweg angelegt. Er wird endlich Friedhof und Sportplatz gefahrlos an den Ort anbinden.

Nach der Kalkulation des Geilenkirchener Ingenieurbüros Brendt liegt die Gesamtsumme des K 18-Ausbaus bei 475.000 Euro. Davon entfallen 230 000 Euro auf den Bund, 175 000 Euro auf den Kreis, 37.000 Euro auf die Anwohner und 30.000 Euro auf die Stadt – immer vorausgesetzt, die Maßnahme wird bewilligt.

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