Köstliches Doppel: Theaterverein glänzt mit Lustspielen

Von: zts
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Siersdorf. Mit dem Lustspiel-Duo „Im Doppelpack“ konnte der Siersdorfer Theaterverein wiederum einen begeisternden Erfolg verbuchen. Es waren mitunter „köstliche Abhandlungen“, in denen die Akteure um Spielleiterin Ruth Leese in erwartungsvollen und drolligen Szenen agierten.

Die Frage „Können Sie kochen?“ stellte sich in dem Schwank von Claudia Sysel aus der Not heraus, denn plötzlich hatte ein „Drei-Frauen-Haushalt“ (Manuela Großer, Lena Koenigs und Ute Krahe) die umsorgende Hilfe im Fünf-Zimmer-Domizil verloren.

Die Antwort erschien dann überraschend in Person von „Monseigneur Mitterrand“ (Rolf Leese), der in geradezu penetranter Manier das Regiment in der Haushaltsführung übernahm. Die Folge waren nun szenische und humoristische Leckerbissen in geradezu köstlicher Darstellungsweise. In seiner französisch-deutsch angehauchten Artikulation gelang es dem brillant aufspielenden Rolf Leese immer wieder, seinen besonderen Charme und die berückende Anmut auszuspielen.

Geradezu hingerissen war das Damentrio aber nur für eine kurze Zeit. Immer mehr entpuppte sich die „neue Perle“ als undurchsichtiges Individuum mit verdächtigem Hintergrund. Zur Klärung der kriminellen Falschheit trug vor allem die immer präsente Nachbarin (Rita Hilgers) mit ihren Verdächtigungen bei, so dass der ertappte Betrüger und Dieb schließlich von sich aus das Weite suchte. Letztendlich freute sich das betrogene Damentrio dann wieder über die Rückkehr der verlorenen Perle „Jens-Peter“ (Birgit Hilgers).

Erotik-Barometer

Getreu dem „Doppelpack“ wurde im Zwei-Personen-Spiel „Summende Hummeln“ das begeisterte Publikum ein zweites Mal mit genussreichem Humor im leicht angehauchten „Erotik-Barometer“ erfreut. Dabei entführte Autor Horst Helfrich die Darsteller in die erwartungsfrohe Szenerie einer Hochzeitsnacht. Im Bett ein Ehepaar (Annemarie Sommer und Norbert Nadarzinski). Vieles wird erwartet im Rausch der Sinne im leicht angehauchten „Erotik-Barometer“ mit verwirrendem Duftöl. Alles ist ziemlich freizügig mit halbseidigen Andeutungen gespickt und von deftiger Gestik begleitet. Die holde Zweisamkeit ist längst nicht so, wie man es erwartet. Vor allem die zum Teil vortreffliche Situationskomik gibt dem „deftigen Stoff“ eine genussreiche Fülle. Da werden die „summenden Hummeln“ zu quälenden Blähungen. Auch ein gewisser „Freund Herbert“ geistert unter der Bettdecke. Einmal mehr bewiesen hier die erfahrenen Laienspieler die ganze Bandbreite talentierter Darstellungskunst.

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