Güsten - Köstlicher Narrencocktail aus dem „Schnapskännchen“

Köstlicher Narrencocktail aus dem „Schnapskännchen“

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
14003846.jpg
Der charismatische Landwirt „Hastenraths Will“ ist ein toller Eisbrecher. Foto: Jagodzinska

Güsten. Eine gelungene Mischung aus hochkarätigen Kräften des Kölner Karnevals und eigenem Potenzial bestimmte die gelungene Galasitzung im voll besetzten Festzelt der feiernden „Schnapskännchen“ Güsten. Das Trommler- und Pfeiferkorps, das den Elferrat auf die Bühne spielte, hatte als kleine Überraschung drei Dudelsackspieler im Gepäck.

„Güsten, die Weltstadt mit Herz. Man atmet Geschichte, wenn man hier auf die Straße geht.“ Das betonte der „charismatische Landwirt Hastenraths Will“, der als Erster in die Bütt stieg, für gute Laune sorgte – und gut informiert war: „Die Pfarrkirche wurde dreimal niedergebrannt. Von den Hunnen, den Franzosen und Elektro Schmitz...“, gab er in seinem Lachmuskel strapazierenden Vortrag zum Besten, der mit vielen augenzwinkernden Anekdoten aus Ehe und Politik gewürzt war.

„Opstonn, strammstonn, he kütt Willi“, kündigte Sitzungspräsident Thomas Beys im Anschluss das „kölsche Urgestein“ aus dem Vringsveedel an, Willy Junggeburth. Dieser war voll des Lobes über das Publikum, „dat noch zuhüüre kann. In der Jürzenich darf jeder, nach Jüste weeste berufe...“, betonte er.

Junggeburths stimmungsvolles Repertoire war geprägt von Karnevalsklassikern wie „Et jitt Minsche“ „Eenmol Prinz ze sin“ oder „Jecke Saache metzemaache“. Ferner forderte er eine Rückbesinnung auf die leisen kölschen Töne, Hits der alten Karnevalsgrößen und des Büttenredners Freiheit auf der Bühne, „ohne die Politik ze frare“.

Hintergrund war die Tatsache, dass der „kölsche Schutzmann“ Jupp Menth die Reißleine gezogen hatte, nachdem Politiker seine Rede kritisiert hatten. Lobend erwähnte Junggeburth die neue Sitzungskapelle der Schnapskännchen, die „Thomas Arens Combo“: „Wenn ein Künstler auf so ‘ne tolle Band trifft, dann entstehen tolle Momente.“

Höchsten Ansprüchen wurden die „Rot-Weißen Funken“ Güsten mit drei ihrer Tanzgruppen gerecht. In bunten Kostümen präsentierten die „Funky Kids“ ihren flotten und kreativen Showtanz „The power of Supergirls“. Temporeich schwebte das akrobatische Tanzpaar Elfi Crutz & Luca Coppone über die Bühne. Zu später Stunde zeigte die Polkagruppe eine schwungvolle Präsentation.

Wiederholt bat Beys Mitglieder der Ordensstifterfamilie (Hubert) Kanehl auf die Bühne. Tochter Kathi schwang eindrucksvoll Beine und Hüften, Ehefrau Marina Kanehl gebührte als Geburtstagskind ein Ständchen des Publikums, ebenso wie Trainer Patrick Heuser, der am Vortrag 30 Jahre alt geworden war.

Als Keulen schwingende Neandertaler unterhielten die „Fashion Oldies“, das Männerballett der St. Hubertus Schützenbruderschaft, die feiernden Jecken. Das Büttenredner-Duo „Willi & Ernst“ alias Dirk Zimmer und Markus Kirchbaum hatte, „medikamentös gut eingestellt“ das lachende Publikum auf seiner Seite. Als „Vollblot Imi“ war Stand-up-Comedian Klaus Jürgen „Knacki“ Deuser Stimmungsgarant.

Die Boygroup „Big Maggas“ pflegte intensiven Kontakt zum begeisterten Publikum und verwandelte Hits mit schrägen Showeinlagen in mitreißende Eigenkreationen. Als Knaller erwies sich die „Linus-Show“ mit dem Kölner Multitalent Michael Büttgen und einer Mixtur aus Musikparodie, Comedy und Magie, begleitet von zwei hinreißenden Tänzerinnen und Keyboarder Marin Subasic.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert