Köstliche Sketche und eine ebensolche Torte beim Goldjubiläum

Von: ptj
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Die Jecken im voll besetzten Rochusheim hatten mächtig Spaß, hier beim Sketch „Die Schwestern“ mit Carmen Leuchtenberg und Angela Rieck, die auch im wahren Leben Schwestern sind. Foto: Jagodzinska

Jülich. Begeistert lachte und tobte das jecke Publikum bei der Goldjubiläumssitzung der Frauengemeinschaft St. Rochus zum Motto „Flower-Power überall“. Das von „Schorsch“ Thevessen mit viel Witz und Charme moderierte, gut vierstündige Programm wird traditionell an drei aufeinander folgenden Abenden auf die Bühne im Jülicher Rochusheim gebracht.

Bei der furiosen Sitzung wechselten sich Tänze, Sketche und Büttenreden ab, die fast ausnahmslos von der bunt gemischten Gruppe der Rochusfrauen ab 18 Jahren vorbereitet und schwungvoll umgesetzt wurden. So choreographierte die „schwarze Perle“ Martine Ribouem den aus ihrer Heimat Kamerun inspirierten „Afrika Tanz“, den „Bayern-Tanz“ zur schmissigen Musik von „Voxx-Club“ und das schwungvolle Abba-Medley als Abschluss-Tanz. Tochter Renée Ribouem begeisterte zudem als Tanzmariechen.

Das amüsierte Publikum ließ so manche Rakete steigen nach den witzigen Sketchen, für die Doris Merz einige Kostüme kreiert und genäht hatte. Zu den Höhepunkten zählte der „Wiener Opernball“, bei dem nur die 14 Knie der sieben festlich gekleideten Damen bemalt waren, die völlig synchron zum „Radetzky-Marsch“ schwangen.

Köstlich war auch der Sketch „Beim Frauenarzt“, den vier Schwangere aufsuchten, die einzeln auf die Bühne zogen und im Bauchumfang jeweils die Vorgängerinnen deutlich übertrumpften. Im Wartezimmer sitzend, erlangten sie schließlich die erstaunliche Erkenntnis, dass der Grund dafür ihre letzten Lektüre sei, die vom „Kleinen Prinzen“ bis hin zu „Ali Baba und die 40 Räuber“ reichte.

Zum Jubiläum wagten sich auch ehemalige Rochusfrauen noch einmal auf die Bühne. So parodierte Eveline Clotten gekonnt den „Blumenmann“ von Jürgen von der Lippe und freute sich, dass der halbe Saal die letzte Strophe ganz selbstverständlich mit sang.

Gemeinsam mit dem vermeintlichen Ehepaar Anita Buers und Marianne Neuss spielte letztere den Fotografen in „Huhzicks Daach“. Das Fotoshooting zu diesem Anlass war geprägt von augenzwinkernden Missverständnissen und fiel deshalb schließlich ganz aus.

Philosophiender Aushilfspostbote

Thevessen gab unter großem Gelächter den philosophierenden „Aushilfspostboten“. Gisela Krott parodierte gekonnt mit roter Perücke die Kölner Mundartsängerin Marie-Luise Nikuta und ihre kölschen Oldies, das Publikum schunkelte dazu. Als „die Schwestern“ nahmen Carmen Leuchtenberg und Angela Rieck, auch im wahren Leben Schwestern, kein Blatt vor den Mund. Super war auch die herrlich schräge „Flugenten“-Nummer, zu der sich Doris Merz und Hannelore Lövenich bäuchlings im Entenkostüm auf ein Bett legten und mit den Flügeln schlugen. „Panikente“ Doris Merz stellte sich ein Horrorszenario nach dem anderen vor, und erreichte ihre erwartete Reaktion.

Als in die Jahre gekommenes Ehepaar resümierten Aggi Simons und Marlies Neumann in ihrem Sketch „Du Heinerich“ Szenen aus ihrer Ehe und umarmten sich am Ende.

Den „Rochuskarneval“ hatten im Jahr 1967 Gerta Faust und die bereits verstorbenen Lisbet Philippen und Käthe Dahmen als „Müttercafé“ unter Pfarrer Anton Palm ins Leben gerufen. Zum Goldjubiläum gab es einen besonderen Orden in Form einer aus Papier und Pappe liebevoll gestalteten Jubiläumstorte – traditionell gebastelt vom Jülicher Ehepaar von Ameln.

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