Körrenzig - Körrenzig: Neue Klänge in der Alten Kirche

Körrenzig: Neue Klänge in der Alten Kirche

Von: Hilde Viehöfer-Emde
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Der Orgelbauer Hans Martin Luge (Erläuterungen) und sein Frau Christina Rohlf-Luge (Orgel) weihten die neue Orgel in der Alten Kirche in Körrenzig ein. Foto: Wolfgang Emde

Körrenzig. Die Pfarrgemeinde und der Förderverein „Rettet die Alte Kirche“ in Körrenzig luden zum Einweihungskonzert für die neue mechanische Orgel ein. Rund 120 Gäste folgten dieser Einladung und konnten in dem Kirchenraum mit seiner besonderen Akustik einen hörenswerten Abend erleben.

Einen Rückblick auf das vergangene halbe Jahr gab Pfarrer Stefan Bäuerle. Die kleine Kirche besaß bis zu diesem Jahr nur eine kleine elektrische Orgel, deren synthetischer Klang für Konzerte und die Gestaltung der Gottesdienste eine Notlösung darstellte.

Umso größer war die Freude, dass sich nach Umwidmung der Kirche St. Michael in Eschweiler die Gelegenheit bot, dieses Instrument in der Alten Kirche in Körrenzig zu installieren. Dafür mussten 16.000 Euro aufgebracht werden, die von Förderverein und Pfarrgemeinde mit Hilfe von Sponsoren und „Pfeifenpaten“ gestemmt wurden. Der Orgelbauer Hans Martin Luge erklärte die Phasen der Überführung und berichtete von den Arbeiten, die der Orgel zum heutigen Klang verhalfen.

Mit großer Leidenschaft für dieses Instrument gab er einen geschichtlichen Überblick zu den unterschiedlichen Orgeln und ihrer Nutzung im europäischen Raum. Musikalisch verdeutlichte seine Frau Christina Rohlf-Luge den Vortrag mit konzertanten Einlagen, die jeweils die Komposition des entsprechenden Landes und die Besonderheiten des Instrumentes herausstellten.

Die musikalische Reise führte nach Salzburg, Antwerpen, Berlin, Paris, Prato, Còrdoba, Cambridge, Spanien und Prag. Einflüsse verschiedener Komponisten und Epochen verdeutlichten Moderator und Organistin. Die kleine Orgel wurde von Christina Rohlf-Luge äußerst klangvoll gespielt. Sie begeisterte, da sie feinfühlig interpretierte, schlicht, aber experimentierfreudig und mit großer Leichtigkeit und Eleganz im Spiel die Besonderheiten der Kompositionen und die Vorzüge und Vielseitigkeit des Instrumentes herausarbeitete.

Der musikalische europäische Blumenstrauß zu Ehren einer kleinen Orgel, die zum Lob Gottes, zur Bereicherung eines ehrwürdigen Kirchenraumes und zur Freude der Zuhörer erklang, hat gerade in unserer Zeit besondere Bedeutung.

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