Königshäuschen-Ampel kommt erst Ostern 2016

Von: -vpu-
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Der Mittelteil der Ortsumgehung Koslar (Landesstraße 14 neu): Noch in dieser Woche wird asphaltiert. Foto: Wolters

Jülich. Über viele Monate war es still geworden um den „Unfallbrennpunkt“ Königshäuschen auf der Bundesstraße 56. Im Jülicher Planungsausschuss ließ eine knappe Mitteilung die Mitglieder aufhorchen: Eine Ampelanlage, die die Gefahrenstelle sicherer machen soll, werde wohl „in den kommenden Osterferien“, also im März 2016, realisiert.

„Die bauvorbereitenden Arbeiten sind soweit abgeschlossen, und eine Ausschreibung erfolgt in Kürze“, zitiert die Stadtverwaltung ein Schreiben des Landesbetriebs Straßen NRW. Das wäre dann fast eineinhalb Jahre nach der ersten Diskussion im Rathaus über dieses Thema und sorgte für Nachfragen.

Ausschussvorsitzender Heinz Frey wollte vom Jülicher Ordnungsamtsleiter Hans Pinell wissen, wie sich denn diese lange Zeitspanne erklären lasse, wenn von „Gefahr im Verzug“ die Rede war. Pinell ist zwar auf Seiten der Stadtverwaltung zuständig, aber letztlich nicht Entscheidungsträger, wenn es um Auftragsvergaben anderer Behörden gehe, war zu vernehmen.

Heinz Frey (Jül) fragte auch nach dem Sinn einer Ampelanlage, wenn wenige Monate später die Ortsumgehung Koslar (Landesstraße 14 neu) fertiggestellt werde und sicher Einfluss auf die Verkehrsströme habe. „Es wird sich entscheidend etwas ändern. Dann sollte man dieses halbe Jahr jetzt auch noch warten.“ Pinell mutmaßt aber, dass der Landesbetrieb Straßen NRW als Maßnahmenträger „keinen Rückzieher machen wird“, wenn es um eine Gefahrenstelle gehe. Der Ordnungsamtsleiter persönlich ist zudem der Meinung, dass sich die L14n nicht auf den Unfallhäufungspunkt auswirken werde, weil es ja weiter Linksabbieger nach Jülich an dieser Stelle gebe.

In einem Gutachten zur Landstraße 14 neu ist aber zu lesen, dass die Umgehung für den Ortsteil Koslar 60 Prozent weniger Verkehr vorhersagt – und damit auch deutlich weniger Verkehrsteilnehmer, die an der Kreuzung Königshäuschen abbiegen, wie Recherchen unserer Redaktion ergeben haben. Pinell sagte zu, mit Straßen NRW noch einmal zu sprechen.

Unterdessen ist der Landesbetrieb mit Hochdruck beim Bau der neuen Straße: Noch diese Woche wird asphaltiert. Danach stehen Rodungsarbeiten in der Nähe des Kreisverkehrs zwischen Jülich und Aldenhoven an, wo die Straße weiterverläuft. Im August hatte Straßen NRW eine Fertigstellung der gesamten Umgehungsstraße binnen eines Jahres angekündigt: also im August 2016.

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