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Kölsche Tön im KuBa: De Familich stimmt auf Karneval ein

Von: René Blanche
Letzte Aktualisierung:
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Die Kölner Kneipenkultband De Familich mit Sänger und Gründer Wolfgang Anton (l.) wurde im KuBa mit Liebesbekundungen geradezu überschüttet.

Jülich. Kaum sind die letzten Weihnachtsdekorationen abgenommen und die besinnlichen Tage vergangen, da sind bereits die ersten ausgelassen fröhlichen Karnevalslieder zu hören, die nach alter Tradition die ungeliebten Wintergeister vertreiben sollen.

So ging es auch den vielen Besuchern des Konzerts der Kölner Mundart-Band De Familich, die im Jülicher Kulturbahnhof gastierten. Eigentlich, so räumte der Veranstalter ein, sollte das Konzert in der KuBa-Kneipe stattfinden, doch die zu erwartende Besucherzahl schnellte derartig rapide nach oben, dass kurzerhand umdisponiert und das Konzert in den großen Kinosaal verlegt wurde.

Doch selbst der war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Es hatte sich offenbar bis nach Jülich herumgesprochen, dass mit De Familich ein echtes kölsches Karnevals Highlight gastieren würde und das, obwohl die Band noch gar nicht lange existiert.

2005 hatte Wolfgang Anton, ein Komponist der Kölner Kultband Bläck Fööss zusammen mit Volker Becker De Familich gegründet. Mit Josef Loup, Tanja Krämer und Heike Siek erweiterte sich die Gruppe kurz darauf und erregte zunehmend die öffentliche Aufmerksamkeit. 2007 gab es bereits die ersten Engagements im Kölner Karneval, rasch folgten Auftritte vor großem Publikum im Millowitsch-Theater sowie der Lanxess-Arena.

Das Erfolgsrezept des Ensembles: Bei Konzerten von De Familich, bei denen im Übrigen vollkommen auf elektrische Musikinstrumente wie Keyboards oder E-Gitarren verzichtet wird, bekommen die Zuhörer kleine Liederhefte mit den entsprechenden Texten und sollen kräftig mitsingen.

Und so sangen und schunkelten auch die Jülicher sich, knapp sechs Wochen vor den „tollen Tagen“, in ausgelassene Karnevalsstimmung. Begleitet von Liedern wie „Jede Dach es e Jeschenk“ (Jeder Tag ist ein Geschenk), die auf so lebensbejahende rheinische Art die alltäglichen Probleme und Problemchen für einige Stunden vergessen lassen. Ein ums andere Mal fühlte man sich in die Zeiten der jungen Bläck Fööss zurückversetzt, wenn es in den Liedern um kleine und große Geschichten aus dem alltäglichen Leben ging und um die humorvolle rheinische Art damit umzugehen.

Wolfgang Anton, dessen Stimme sehr an jene von Tommy Engel erinnert, den ehemaligen Sänger der Bläck Fööss, gelang es dabei ganz besonders gut, die fröhlichen Gäste zum Mitsingen und Feiern zu animieren.

Mit „Wenn et Leech usjingk im Roxy“ (Wenn das Licht ausging im Roxy) oder „Alles kann isch ligge“ (Alles kann ich leiden) waren sogar ein paar echte Klassiker der Fööss aus dem damaligen Album „Rheinhotel“ dabei.

Das Jülicher Publikum liebte De Familich an diesem Abend, und man verabschiedete sich nach einer durchweg gelungenen Veranstaltung voller Vorfreude auf ein Wiedersehen mit Wolfgang Anton und seinen Musikern sowie natürlich auf Karneval.

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