Klimaschutzpreis geht an die kleinen Naturforscher

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
13940639.jpg
„Meine Lieblingsinsekten sind Regenwurm und Ameise“: Bei der Preisverleihung stehen die Kindergartenkinder im Interview Rede und Antwort. Links im Bild ist Kita-Leiterin Gerta Cremers zu sehen, rechts Erzieherin Marion Kappertz. Foto: Jagodzinska

Titz. „Der Kindergarten Zauberwelt ist dafür bekannt, dass er sich an allen Aktionen beteiligt, die gut und nützlich sind.“ Mit diesen Worten brachte der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen die „besonderen Akzente“ im Rahmen der frühkindlichen Bildung in der „Zauberwelt“ auf den Punkt.

Das Familienzentrum ist „Haus der kleinen Forscher“, zugleich zertifizierter Bewegungskindergarten und bildet sich regelmäßig weiter in der Familienwerkstatt „familylab“. Nun wurde die engagierte Kindertagesstätte für ihr nachhaltiges Naturprojekt „Wir schützen Insekten“ von Innogy-Kommunalbetreuer Walfried Heinen ausgezeichnet.

Der Energieriese „Innogy“ (RWE) lobt diesen Klimaschutzpreis jährlich aus. Als „einzige Bewerberin in der Gemeinde Titz“ verdiente sich die Kita das gesamte Preisgeld von 1000 Euro.

Mit Lupendose unterwegs

Wie entstand das Insektenschutzprojekt? Regelmäßig waren die Kinder des Gemeindekindergartens mit Lupen und Lupendosen im Außengelände unterwegs, um Insekten zu fangen und zu beobachten. Einige brachten auch besondere Exemplare von zu Hause mit und staunten über die feinen Härchen, Fühler und Panzer unter dem Mikroskop, dann bombardierten sie die Erzieherinnen mit Fragen.

Daraufhin beschafften die „Zauberweltler“ Material, bauten mit Stroh gefüllte Tontopfunterschlupfmöglichkeiten und ein Insektenhotel und brachten Nisthilfen an. Den Kindern konnten so Ängste und Ekel vor Insekten genommen werden. Ferner lernten sie, dass sich viele Pflanzen und Obstbäume ohne Insekten nicht vermehren können und somit eine wichtige Nahrungsgrundlage fehlen würde, und dass abgestorbene Pflanzen von Insekten aufgenommen und verdaut werden und ihr Dung von Kleinstlebewesen wie Bakterien und Pilzen weiter verwertet wird. Nicht zuletzt dienen Insekten heimischen Vögeln als Nahrungsgrundlage und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Kreislaufs.

Solchermaßen sensibilisiert für den Naturschutz war es nicht verwunderlich, dass einige Kinder die Frage nach ihren Lieblingsinsekten mit „Regenwurm und Ameise“ beantworteten.

Dass „Krabbelkäfer im Winter nicht überleben können, die brauchen ein Haus“ oder dass „Bienen und Ameisen sich sehr gut absprechen untereinander“, zählt mit zu den kindlichen Erkenntnissen der kleinen Forscher. Natürlich sind die Erzieherinnen, angeführt von Kita-Leiterin Gerta Cremers „ganz stolz auf ihre Kinder“.

Wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass die Kinder und ihre Betreuerinnen bereits das nächste Projekt im Kopf haben, nämlich einen Honigbienenschwarm.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert