Klimaschutz: Bonussystem belohnt weitere Bemühungen

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
10160699.jpg
Sie alle haben sich stark gemacht für den Klimaschutz in der Stadt Jülich. Foto: Kròl

Jülich. Ein ehrgeiziges Ziel hat sich Jülich gesetzt, die 1995 dem Klimabündnis beitrat und bis 2030 auf lokaler Ebene ihren CO2-Ausstoß halbieren möchte. Dies geht aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Dazu gehört es auch, bereits die Jüngsten mit ins Boot zu nehmen.

Mittlerweile hat die Stadt schon etliche städtische Gebäude saniert und energetisch umgerüstete. Weitere sollen folgen.

Doch es sind oft die kleinen Schritte, die beachtliche Erfolge bringen. So wandte sich die Stadt vor mehr als drei Jahren an alle städtischen Kitas und Schulen, mit dem Projekt „aktiv fürs Klima – Kitas und Schulen machen mit“. Alle 17 Einrichtungen wirkten auch mit, griffen das Thema auf und versuchen umweltschonend und energiesparend in ihren Einrichtungen zu agieren. Als bester Nebeneffekt kommt hinzu, dass die Kinder und Jugendlichen das, was sie in Kita und Schule erfahren, mit nach Hause nehmen.

Es folgte für die Einrichtungen eine Zeit der Planung und Vorbereitung, bei der sie, wie während der gesamten Dauer des Projektes, von Katja Hummert von der WertSicht GmbH sach- und fachkundig unterstützt wurden. Workshops standen auf dem Plan, Lehrmaterial oder Klimasparkisten wurden zudem zur Verfügung gestellt.

Das Engagement zahlt sich aus

Um neben dem Aspekt, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, einen weiteren Anreiz zu schaffen, sollte ein Teil der erreichten Einsparungen in barer Münze an die Beteiligten weitergegeben werden. Weiterhin gab es einen Aktionsbonus. Alles, was global und regional gilt, kam auch in Schule und Kita zum Tragen. Nur gemeinsam ist das Ziel der CO2-Einsparung zu erreichen. Von der Lehrerin und dem Lehrer, den Erzieherinnen und Erziehern, den Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern bis hin zum Hausmeister, der eine ganz wichtige Rolle spielte, Technikern oder Reinigungskräften waren alle zum Mitwirken aufgerufen.

Und so wurden CO2-Scouts und Klima-Detektive ernannt oder Klimateams gebildet. Es wurde geforscht und experimentiert, dokumentiert und nicht zuletzt auch auf Kleinigkeiten geachtet. Wieviel Wasser verschwendet wird, wenn beim Zähneputzen der Wasserhahn weiter läuft, erschreckte die Kinder. Geräte nicht im Standby laufen zulassen, Licht löschen, wenn niemand im Raum ist oder die Heizung um wenige Grad drosseln – diese Kleinigkeiten tragen zum Sparen bei. „Lieber Warmduscher als Bademeister“, war nur einer der Slogans, mit denen die jungen Umweltschützer warben.

In den Kitas und Schulen wurden Projektwochen organisiert, auf ganz unterschiedliche Weise die Themen behandelt, Exkursionen unternommen, Klimakonferenzen angesetzt und sogar ein Musical einstudiert. Dabei ging es nicht nur darum, Energie und damit CO2 einzusparen. Im Fokus standen sämtliche Ressourcen. So wurde Wasser gespart, Müllvermeidung und -trennung beachtet und das Konsumverhalten untersucht. Die Kinder wurden auch angehalten, achtsam mit Lebensmitteln umzugehen und die Natur zu schützen.

Nach dreijähriger Arbeit war endlich der große Tag gekommen: Die Einrichtungen durften im Schulzentrum ihre Ergebnisse vorstellen. Zunächst begrüßte technischer Beigeordneter Martin Schulz alle Beteiligten und lobte das große Engagement, das an den Tag gelegt wurde. Schecks zwischen 220 und 6400 Euro vergab er anschließend mit der zuständigen Dezernentin Katarina Esser.

Sie wies auch darauf hin, dass mit diesem Tag das Klimaschutzprojekt nicht abgeschlossen ist, sondern weiterlaufen wird. Zurzeit ist die Stadt Jülich auf der Suche nach einem Klimamanager oder Managerin, der/die dieses Projekt weiter betreuen soll. Auch das Bonussystem soll weiter erhalten bleiben und sich Klimaschutz für die Einrichtungen in barer Münze auszahlen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert