Jülich - Kleine Nacht der Wissenschaft: Kino und Talk im KuBa

Kleine Nacht der Wissenschaft: Kino und Talk im KuBa

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Supercomputer wie in Jülich sind grundlegend für eine „Digitale Gesellschaft“. Sie sind ein Thema der Kleinen Nacht der Wissenschaft am 5. September im Kulturbahnhof. Foto: Forschungszentrum/Stock

Jülich. Wer im Forschungszentrum Jülich (FZJ) nach der „Digitalen Gesellschaft“ sucht, wird schnell fündig. Das gilt aber auch für den Kulturbahnhof Jülich, in dem sich die sechste „Kleine Nacht der Wissenschaft“ am Freitag, 5. September, ab 18 Uhr genau diesem Thema widmet.

Der KuBa-Kino-Projektor ist nämlich noch nicht allzu lange ein digitales Gerät. Von dessen Qualität können sich die Besucher bei freiem Eintritt selbst überzeugen, denn im zweiten Teil der Veranstaltung wird ein ziemlich aktueller Streifen zu sehen sein: der Blockbuster „Transcendence“ (siehe auch Info rechts). Zuvor werden in unterhaltsamen Interviews wichtige digitale Forschungsfelder im FZJ beleuchtet.

Vielen bekannt sind die Jülicher „Supercomputer“, die regelmäßig Spitzenplätze in europäischen Ranglisten einnehmen. Sie schaffen Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde. Das mag Mathematik-Muffeln suspekt vorkommen, ist aber zum Beispiel in der Klimaforschung von großem Wert: zum Beispiel um verschiedene Klimamodelle zu berechnen und zu vergleichen.

Oder aber noch viel praktischer und aktueller: Wie verbreitet sich bei einem Vulkanausbruch die Asche in der Atmosphäre, und wo sind deshalb Flugpläne beeinträchtigt? Da es gerade in Island wieder „brodelt“, kann dazu sicher Dr. Sabine Grießbach etwas sagen. Sie ist als Meteorologin genau mit dieser Frage beschäftigt. Sie füttert die Jülicher Superrechner mit Satellitendaten und kann so die Asche-Ausbreitung simulieren.

Die Medizin macht sich die digitale Bildgebung zunutze. Darüber spricht Dr. Svenja Caspers (Institut für Neurowissenschaften und Medizin) bei der „Kleinen Nacht der Wissenschaft“. Um Erkrankungen des Gehirns besser verstehen zu können, müssen der Aufbau des Organs und vor allem die Funktionsweise besser erforscht werden. Das gelingt mit digitalen Bildgebungsverfahren sehr viel besser als früher. Svenja Caspers forscht am lebenden Patienten mit Faserbahndarstellungen und erkennt so den Verlauf von neuronalen Bahnen. Das ist wichtig bei Diagnose und Behandlung von Tumoren.

Dritter Interviewpartner ist am 5. September Prof. Hans Peter Peters (Institut für Neurowissenschaften und Medizin). Sein Thema: In der digitalen Gesellschaft haben sich die Wissensvermittlung und Kommunikation grundlegend geändert. Nutzen Wissenschaftler selbst diese Wege? Wie wollen die Menschen über Wissenschaft informiert werden? Darüber soll eine Diskussion mit dem Publikum im Kuba erfolgen. Moderator der Veranstaltung von FZJ und unserer Zeitung ist Redakteur Volker Uerlings. Die Interviews beginnen um 18 Uhr, die Kinovorführung schließt sich an.

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