Klein und günstig, aber nicht für jeden zu haben

Von: Volker Uerlings
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Jülich. Bis zu 5000 Jülicher Haushalte haben die Möglichkeit, zum neuen Jahr auf eine kleinere Restmülltonne umzusteigen. Wie berichtet, ist das 120-Liter-Gefäß nicht mehr die kleinste Größe, sondern ab sofort die „Mittelklasse”.

Grundstücke mit bis zu drei Personen dürfen auf den neuen 60-Liter- und Grundstücke mit maximal vier Personen auf den ebenfalls neuen 80-Liter-Behälter umsteigen. Das geschieht per schriftlichem Antrag. Die Tonnenwechsler sparen dann 85,44 Euro beziehungsweise 56,88 Euro im Jahr gegenüber dem 120-Liter-Gefäß. Sie haben allerdings einmalig eine Tauschgebühr von 27,50 Euro zu entrichten.

Das notwendige Formular ist auf zwei Wegen zu bekommen: Die Jülicher Abfallberaterin Ulrike Caspar und ihre Kollegin Petra Berger unter 02461/63-253 und 63-252 anrufen und über den beabsichtigten Wechsel informieren. Der Antrag wird dann zugesandt. Alternativ gibt es die Vordrucke auch im Internet zum Herunterladen.

Bislang liegen rund 200 Anträge vor. 5000 Grundstücke erfüllen prinzipiell die Bedingungen für den Wechsel.

Wer den Antrag bis zum Jahresende stellt, erzielt die maximale Ersparnis, auch wenn er den neuen Restmüllbehälter erst in drei oder fünf Wochen bekommt - und in der Zwischenzeit noch mehr Müll entsorgen darf.

Wer sich erst später entschließt, profitiert anteilig. Geht zum Beispiel der Antrag Mitte Januar ein, wird die Gebühr „ab dem Ersten des Folgemonats umgestellt”, wie Heinz-Günter Ervens, Leiter des Bauverwaltungsamtes, informiert. Im genannten Beispiel wäre das also zum 1. Februar.

Wer allerdings denkt, er könne die günstigere Tonne formlos mit Falschangaben über die Personenzahl bekommen, täuscht sich. Abfallberaterin Ulrike Caspar: „Wir kontrollieren!” Die Zahl der an einer Adresse gemeldeten Menschen ist schnell eingesehen. Auch die Füllstände von Mülltonnen würden stichprobenartig unter die Lupe genommen, sagt Caspar.

Die Fachfrau rät auch dazu, sich genau zu überlegen, wieviel Abfall im Haushalt anfällt und unter Umständen statt der möglichen 60-Liter- doch die 80-Liter-Tonne zu nehmen.

In das kleinste Gefäß passt ein größeres Stück - und sei es ein Aktenordner - nämlich nicht hinein, von einem Plumeau ganz zu schweigen. Ulrike Caspar: „Der Müll darf auch nicht eingepresst werden - oder der Deckel darf nicht offen stegen. Das ist laut Satzung verboten.” Die einzige Alternative sei dann der Beistellsack, der pro Stück 4,70 Euro kostet. Grundsätzlich sagt die Abfallberaterin: „Ich sehe die Gefahr, dass man sich überschätzt. Und plötzlich weiß man nicht mehr, wohin damit.”

Müllgemeinschaften

Ervens und Caspar weisen darauf hin, dass die kleineren Gefäße grundsätzlich auch den Müllgemeinschaften zur Verfügung stehen. Davon gibt es im Bereich Restabfall in der Herzogstadt deutlich über 1000. Diese Gemeinschaften teilen sich die Gebühr. Interessant ist das beispielsweise für Menschen, die ein halbes Jahr oder längere Zeit im Ausland leben. Wichtig ist aber auch hier die Personenzahl.

Von dieser Bedingung kann nur in ganz besonderen Fällen abgewichen werden. Die Abfallberaterin informiert darüber, welche das sind (02461/63-253 und 63-252).

Die ersten kleineren Mülltonnen werden in Jülich wohl nach der ersten Abfuhr im Januar ausgeliefert. Sie unterscheiden sich übrigens im Aussehen nicht sehr von den alten Behältern. Die Höhe ist gleich, nach unten sind sie etwas schmaler, und der Boden ist je nach Füllmenge unterschiedlich hoch. Schließlich müssen diese Gefäße vom Personal des Entsorgungsunternehmens problemlos zum Fahrzeug gerollt und eingehängt werden können.
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