Klavierabend: Junge Pianistin in Jülich

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Anna Rita Hitaj ist die Solistin beim Klavierkonzert Nr. 5 von Ludwig van Beethoven. Foto: Veranstalter

Jülich. Das 5. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven steht im Mittelpunkt des Konzertabends des Collegium Musicum Jülich am Samstag, 1. Februar, um 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle Jülich. Wieder ist es gelungen, eine hoch talentierte, noch sehr junge Künstlerin als Solistin für den Klavierpart zu gewinnen.

Anna Rita Hitaj, 1994 in Vlora, Albanien, geboren, begann schon als Vierjährige unter der Anleitung ihrer Mutter, der Pianistin Enkelejda Hitaj, mit dem Klavierspiel. 2008 belegte sie bereits zum wiederholten Mal einen Spitzenplatz bei albanischen Wettbewerben.

Internationale Wettbewerbe

Dort lernte sie den Pianisten Heribert Koch als Jurymitglied kennen, der ihre weitere Ausbildung übernahm. Ihr Orchesterdebüt gab sie 2010 in Düren mit dem f-Moll Klavierkonzert von Chopin. Ihr Liszt-Spiel erfuhr eine besondere Würdigung beim internationalen Liszt-Wettbewerb 2011 in Grottamare (Italien), wo sie als „Miglior Finalista“ ausgezeichnet wurde.

Nach einem Auftritt im Aachener Eurogress mit dem Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowsky unter der Leitung von Peter Sauerwein wurde Lars Vogt auf sie aufmerksam und lud sie als Stipendiatin zu dem Festival „Spannungen“ nach Heimbach ein, wo sie gemeinsam mit Gustav Rivinius am Cello auftrat.

Im Mai 2013 beeindruckte sie das Publikum am Eröffnungsabend des Internationalen Kongresses der EPTA (European Piano Teachers Association) mit der h-Moll Sonate von Liszt. Seit 2012 setzt sie ihre Ausbildung in der Klavierklasse von Lars Vogt an der Musikhochschule Hannover fort.

Beethoven widmete das 5. Klavierkonzert seinem Förderer Erzherzog Rudolph von Österreich. Es wurde 1811 in Leipzig mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt, fiel aber ein Jahr später in Wien völlig durch. Es wurde aber durch seinen sinfonischen Charakter für die Komponisten des 19. Jahrhunderts zum Vorbild für Klavierkonzerte.

Eröffnet wird der Abend mit der Ouvertüre zu Mozarts Zauberflöte. Sie entstand zusammen mit der Oper Titus und dem Requiem im letzten halben Jahr vor seinem Tode und wurde am 30. September 1791 uraufgeführt. Mozart starb wenige Wochen darauf am 5. Dezember desselben Jahres.

Nach der Pause erklingt die „Nullte“ Sinfonie von Anton Bruckner. Er zählt nach Beethoven zu den wichtigsten großen Sinfonikern. Zusätzlich zu seinen neun durchnummerierten Sinfonien schrieb er in den Jahren 1863/64 zwei Studiensinfonien, eine in f-Moll und eine in d-Moll. Letztgenannte wird „Nullte“ genannt. Da Bruckner ein sehr kritischer Komponist war, arbeitete er seine Werke immer wieder um.

Mit der „Nullten“ schien er besonders unzufrieden gewesen zu sein und fügte am Rand des Manuskriptes annullierende Bemerkungen ein. Auf das Deckblatt schrieb er eine große „Null“, die dem Werk den Namen gab.

Erstmals aufgeführt

Die Sinfonie wurde erst lange nach seinem Tod erstmals im Oktober 1924 öffentlich aufgeführt. Das Konzert steht unter der bewährten Leitung von Peter Sauerwein und beginnt am Samstag, 1. Februar, um 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf beim Ticketservice der Buchhandlung Fischer, Jülich, Telefon 02461/937833, im Musikstudio Comouth Jülich Telefon 02461/4949 sowie an der Abendkasse zum Preis von 14 Euro, ermäßigte Karten für Schüler und Studenten zum Preis von 7 Euro. Kinder bis 15 Jahren haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt.

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