Siersdorf - Klassentreffen nach 40 Jahren: Gemeinschaftsgefühl ist stark geblieben

Klassentreffen nach 40 Jahren: Gemeinschaftsgefühl ist stark geblieben

Von: tm
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Die Freude über das Wiedersehen steht ihnen ins Gesicht geschrieben, die beiden Lehrer Willi Heinen (vordere Reihe, 2. v.l.) und Kurt Wüllenweber (rechts daneben) können auf erfolgreiche Schularbeit blicken. Foto: Mauer

Siersdorf. Klassentreffen nach 40 Jahren haben ihren besonderen Charme. Die Wiedersehensfeier der Hauptschulabsolventen aus Siersdorf machte da keinen Unterschied – im Gegenteil.

Dem Stimmengewirr und Geräuschpegel in der Gaststätte konnten nicht einmal die ehemaligen Lehrer, Willi Heinen und Kurt Wüllenweber, beim Treffen etwas entgegensetzen. Beide sind natürlich inzwischen längst pensioniert und schwärmten von ihren ehemaligen Schülerinnen und Schülern. „Das Niveau war damals höher“, verkündete Lehrer Wüllenweber ein wenig überraschend und begründete das auch. „Auf dem Land war es zu dieser Zeit keineswegs selbstverständlich, eine höhere Schule zu besuchen. Deshalb kamen zu uns häufig sehr intelligente Kinder.“

Mit dem Kollegen verstand Wüllenweber sich so gut, dass die zwei Parallelklassen wie eine unterrichtet wurden. Der gemeinsame Tanzkurs in der Neunten, zahlreiche Klassenfahrten auf die Insel Mainau, nach Winterberg, Mayen und Berlin taten ihr übriges.

„Wir haben alle Adressen gefunden“, erklärte Birgit Bradler, geborene Schumacher, voller Stolz. Zusammen hatten sie, Arnold Dohmen, Christa Wirtz und Irmgard Wacker das Internet und die sozialen Medien nach ehemaligen Mitschülern durchforscht und waren fündig geworden.

Immerhin kamen sie als Kinder aus vier Ortschaften, Schleiden, Siersdorf, Freialdenhoven und Dürboslar. „Wir waren eine schöne Gemeinschaft“, der träumerische Blick von Arnold Dohmen war unübersehbar.

Aus den USA angereist

Diese Gemeinschaft der 41 verlor sich nach dem Abschluss ein wenig, einige hat das Schicksal weit fort getrieben. Aus den USA war diesmal Anja Westheide (Schumacher) angereist. Sie hatte nach der Hauptschule die Mittlere Reife nachgeholt und danach studiert, ein gutes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Hauptschüler.

Viele sind in der Nähe geblieben oder in den Umkreis zurückgekehrt. Geblieben ist aber vor allem das Gemeinschaftsgefühl. Kein Wunder, dass beim Wiedersehen die Geräuschkulisse die Verständigung nicht gerade einfach machte.

Das Gefühl der alten Zusammengehörigkeit durchdrang den Raum vollständig. Auch der zwischenzeitliche Tod einer Schülerin von damals tat dem Wiedersehen keinen Abbruch. „Das Ende haben wir bewusst offen gelassen“, lächelte Birgit Bradler verschmitzt.

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