Klasse Stimmung mit zwei Bands

Von: ptj
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Gefühlvoller Modern-Pop-Rock: John Born (2.v.l.) aus Mönchengladbach sorgt mit seiner Band für tolle Stimmung. Foto: Jagodzinska

Jülich. Modern-Pop-Rock stieß auf Akustik-Punk-Indie im mitreißenden Konzert im Saal des Jülicher KuBa. Als Opener, nicht aber als Vorband zu verstehen, sorgte der Rockpopsänger, Gitarrist und Songwriter John Born aus Mönchengladbach vor allem mit eigenen Stücken für klasse Stimmung.

Für die besondere musikalische Würze sorgten seine Bandmitglieder: Harp-Spieler Volker Simon, der auch singt und Gitarre spielt, Bassist Ulrich Knops, der neue E-Gitarrist Neil Kohlen und nicht zuletzt der neue Drummer Markus Loerchner, der musikalisch im Fusion (Jazzrock) und Jazz zu Hause ist.

Ohrwurmeffekt

Einfühlsam und sehr rhythmisch spielten der romantisch/melancholische Leadsänger und seine Band mit musikalischen Ausflügen in den Folk und Blues Stücke wie „Summer Rain“, ein Lied mit Ohrwurmeffekt oder das Liebeslied „Married You“. Denn Born hat „gerne geheiratet“, er „glaubt an die Kraft der Liebe und an die Kraft der Musik“, was er auch musikalisch zum Ausdruck bringt. Auch Stücke mit tollen Instrumental-Parts wie „„All‘s Well That Ends Well“ (Ende gut alles gut), wo der Tod zum Thema wird, zählen zum Programm.

Weil in der Band „kreativ gerade viel passiert“, standen zwei deutsche Stücke im Fokus, „Der Moment gehört mir“ und „Es bleibt noch Zeit“. Weil bei deutschen Songs immer besonders applaudiert wird, geht Borns Musik nunmehr „immer mehr in die deutsche Richtung“. Ungewöhnlich temporeich und rhythmisch aufgemacht war der einzige Coversong im Programm, „Stand by me“, der dem Publikum sehr gefiel.

Gleichermaßen laut und mitreißend ging es mit den spielfreudigen Jülicher Vollblutmusikern „Herr Miesepeters“ alias Tobi Peters (Leadsänger und Gitarrist) und Simon Jülicher auf der Bühne weiter. Letzterer weiß als gelernter Drummer Akzente zu setzen, vor allem mit seiner speziellen Art, Cajon zu spielen. Zudem singt er, spielt Melodica und Gitarre.

Zum Nachdenken

Die Chemie stimmte zwischen den Akustik-Punkern und ihrem vor allem heimischen Publikum, das sie ab dem ersten Stück begeistert feierte. Gespielt wurden deutsche Songs mit zum Nachdenken anregendem und manchmal traurig anmutendem Inhalt, der wirklich erlebt wurde. Zu den beliebten Titeln des Duos wie „Verspielte Zeit“, „Gutes Herz“ oder „Krieg mit mir selbst“ gesellten sich zwei mit politischem Inhalt: „Die Übelkeit“ und „Keine Mittelmeer“, das ein Fallbeispiel einer Flucht zum Inhalt hat und an den eigenen vergleichbaren Luxus erinnern soll.

Auffallend war die Freundschaft der gleichwertigen Bands untereinander, die sich gegenseitig unterstützen und sogar einen gemeinsamen Auftritt ins Auge fassen. Diesen sollte man schon alleine wegen der Zusammenführung der vielen musikalischen Genres keineswegs verpassen.

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