Klares Votum der Elternschaft: 241 Stimmen für die Gesamtschule

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Wenn es nach dem Elternvotum g
Wenn es nach dem Elternvotum geht, wird hier in einem Jahr der Aldenhovener Teil der einer Gesamtschule Aldenhoven/Linnich residieren. Foto: Peters

Aldenhoven / Linnich. Für den Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel ist es „ein deutliches Signal” und für Linnichs Dezernentin „eine sehr erfreuliche Nachricht”. Für die geplante Gesamtschule Aldenhoven / Linnich haben sich 241 Eltern von Dritt- und Viertklässlern ausgesprochen.

Erforderlich wären 100 der Viertklässler-Eltern in beiden Kommunen gewesen, um das Genehmigungsverfahren in Gang zu setzen. „Das hätte ich nicht gedacht”, kommentierte Tertel.

Angeschrieben worden waren insgesamt 489 Eltern, davon 254 in Aldenhoven und 235 in Linnich. Bei einem Rücklauf von 336 äußerten sich 130 bzw. 111 Eltern positiv zu der Frage, ob sie sich vorstellten könnten, dass ihre Kinder die Gesamtschule Aldenhoven / Linnich besuchen. Tertel: „Diese Schule wird vermutlich angenommen.” Denn „hochgerechnet” - das zeichne sich bei 124 Ja-Stimmen bei den Viertklässlern (57 in Aldenhoven, 67 in Linnich) ab - ergebe sich eine Zahl von 172 Gesamtschülern in der Klasse 5.

Der Zuspruch sei damit derart groß, dass die favorisierte vertikale Gliederung mit mindestens 150 Schülern realisierbar sei: An beiden Standorten könnten jeweils drei Züge (drei Klassen 5 mit je 25 Schülern) eingerichtet werden. Bei einer horizontalen Gliederung würden an einem Standort die Klassen 5 bis 9, am anderen Standort 10 bis 13 unterrichtet.

Die vertikale Gliederung setzt aber voraus, dass das NRW-Schulgesetz, das Vierzügigkeit fordert, geändert wird, dies hat Rot-Grün in Düsseldorf bereits signalisiert.

Die Kritik aus Nachbarkommunen, dass eine weitere Oberstufe im Nordkreis zu einer „Kannibalisierung” anderer Schulstandorte führen könne, nannte Tertel „teilweise nachvollziehbar”. Aber dass eine weitere Oberstufe mit 46 Schülern eine Gefährdung darstelle, „das kann ich mir nicht vorstellen”. Einige Kommunen mit Gesamtschulen hätten etwa „keine Bedenken” geäußert. Andere hätten ihre Stellungnahmen „hart formuliert” oder sich „direkt an die Bezirksregierung in Köln gewandt”.

Tertel unterstrich, dass die Gesamtschule „die einzige und letzte Möglichkeit” sei, in Aldenhoven und Linnich weiterhin Unterricht in der Sekundarstufe anbieten zu können. Haupt- und Realschule hätten wegen zu geringer Schülerzahlen keine Überlebenschance. Bis zum 30. November muss der Genehmigungsantrag für die Gesamtschule in Köln eingereicht werden.

Zuvor muss die Bezirksregierung ein Moderationsverfahren durchführen, um zum zwingend erforderlichen regionalen Konsens zu kommen. Dann könnte im Januar das vorgezogene Anmeldeverfahren für die neue Schule erfolgen.(gep)
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