Klärungsbedarf bei überplanter Mastanlage

Von: ng
Letzte Aktualisierung:
Hähnchenmast
Tierschützer wird die Nachricht freuen, dass es für die geplante Hähnchenmastanlage in Glimbach noch immer kein grünes Licht vom Linnicher Bau- und Umweltausschuss gibt. Foto: ddp

Linnich. Tierschützer wird die Nachricht freuen, dass es für die geplante Hähnchenmastanlage in Glimbach noch immer kein grünes Licht vom Linnicher Bau- und Umweltausschuss gibt. Zum wiederholten Male hat die Stadt Linnich dem Kreis Düren, der die baurechtliche Genehmigungsbehörde darstellt, die „Absegnung” der Mastanlage in Form eines erteilten Einvernehmens verweigert.

Drehte sich die Diskussion bei der ersten Ablehnung der Stadt noch um fehlende Gutachten zu Emissionen und Immissionen, ging es diesmal um das Problem, dass die Erschließung der Anlage an ihrem geplanten neuen Standort nicht gesichert ist. Schließlich sei der kleine Wirtschaftsweg, der zur Anlage führe, nicht für den zu erwartenden Lastverkehr ausgelegt, so die Argumentation.

Baudezernent Peter Breuer informierte jedoch, dass der Landwirt, der die Hähnchenmastanlage betreiben möchte bereits zugesichert habe, den Weg auszubauen.

„Dass sind doch bislang nur Absichtserklärungen!”, kritisierte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Willi Dohmen. Ähnlich beurteilte auch FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Selter die Lage: „Noch ist dieses Versprechen allein ein Treueschwur.” Auch die übrigen Ausschussmitglieder forderten vom Landwirt zunächst eine „vertragsreife Vorlage, die in allen Facetten geprüft ist”, bevor sie das Einvernehmen erteilen. Breuer erläuterte noch einmal die rechtliche Situation und erinnerte daran, dass der Kreis das geforderte Einvernehmen der Stadt einfach ersetzten könne. Er warnte: „Wenn man das Einvernehmen aufgrund der mangelnden Ausbauung des Weges verweigert, dann begibt man sich auf glattes Eis.”

Fraktionen einig

Dennoch waren sich die Fraktionen einig: Die vorhandenen Zufahrtswege sind nicht ausreichend ausgebaut und „die Beschlussvorlage ist einfach zu dünn”. Einstimmig wurde von den Mitgliedern das Bau- und Umweltausschuss beschlossen, dass das Einvernehmen vorerst nicht erteilt wird, sondern die Verwaltung beauftragt wird, insbesondere die Erschließungsfrage fristgerecht zu prüfen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert