Kita „Kleine Strolche“: Ausbildung zu Tagesmüttern und -vätern

Von: ptj
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Bilden aus oder begleiten die Ausbildung: Gertrud Gärtner (v.l.), Familienzentrum „Kleine Strolche“, Fachberaterin Michaela Luber, Vorsitzende Elke Nellessen, Kursleiterin Ulrike Denecke-Schmidt, Elke Bennetreu sowie die Kinder Jana, Asia und Mitath. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Ich finde es sehr gut, dass ein Familienzentrum sagt: Das machen wir.“ Das betonte Elke Bennetreu von der Evangelischen Erwachenenbildung des Kirchenkreises Jülich. Weil es zu wenige Tagesmütter- und -väter im Nordkreis gibt, wurde Bennetreu vom Verein „Tagesmütter- und -väter“ angesprochen.

Der Verein bildet bereits seit 1997, also elf Jahre vor der gesetzmäßigen Verpflichtung, in Kooperation mit der Evangelischen Familienbildungsstätte Tagespflegepersonen nach den Anforderungen des Deutschen Jugendinstitutes aus. Wegen der Kooperation mit der Evangelischen Familienbildungsstätte im Südkreis lag es nahe, dass ein evangelisches Familienzentrum im Nordkreis die Ausbildung begleitet und seine Räume als Veranstaltungsstätte zur Verfügung stellt. Das ist die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ in der Röntgenstraße in Jülich.

Die einjährige Ausbildung von Tagespflegepersonen, meist Tagesmütter, ist weder konfessionsgebunden noch religionsabhängig, mehr noch: „Der interkulturelle Ansatz ist uns wichtig“, betonte Vorsitzende Elke Nellessen. So sind Ausländerinnen gerne gesehen, sofern sie der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind. Zu den weiteren Anforderungen zählen mindestens der Hauptschulabschluss, das erweiterte Führungszeugnis und ein Gesundheitsattest sowie entsprechende Räume zur Aufnahme von Tageskindern. Ferner ist nur eine „gefestigte Person geeignet, der die Arbeit mit Kindern Freude macht“, wie die Kinderschutzbeauftragte, Diplom-Pädagogin Michaela Luber es ausdrückte, die als Fachberaterin beim Tagesmütterverein fungiert. Sie stellt die Eignung der Interessenten fest. Deshalb läuft die Anmeldung – ab sofort möglich – über sie. Luber führt Einzelgespräche und besichtigt die Wohnung.

Die Ausbildung umfasst 160 Unterrichtsstunden. Sie kostet 360 Euro. Wichtig ist: „Wer auch wirklich Tageskinderplätze zur Verfügung stellt, dem erstattet der Kreis Düren die Hälfte der Kosten“. Der Verein ist neben dem Kreisjugendamt Ansprechpartner für Eltern, die auf der Suche nach einer geeigneten Tagespflegeperson für ihr Kind sind.

In der Ausbildung werden pädagogisches, psychologisches und soziologisches Wissen und Rechtsgrundlagen vermittelt, sofern für die Kinderbetreuung von Bedeutung. Auch die vorgeburtliche Entwicklung ist ein Thema, weil diese sich aufs Verhalten eines Kindes auswirken kann. Während der Ausbildung besuchen die künftigen Tagespflegepersonen unter anderem einen Kurs Erste Hilfe am Kind. Das Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege ist Voraussetzung für die Pflegeerlaubnis.

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