Kirchliche Bauten und ihre Geschichte in der Stadt Linnich

Von: ahw
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Der 22. Band seiner Kirchen-Reihe hat Hans Peter Schiffer aus Kall in seine alte Heimat Linnich geführt. Foto: Wolters

Linnich. Für Hans Peter Schiffer, der seit mehr als 60 Jahren in der Eifel lebt, hat sich bei der Arbeit für sein jüngstes Buch der Kreis geschlossen: Rund anderthalb Jahre ist er häufig nach Linnich in seine alte Heimat gereist, um Bilder und Informationen für sein Werk zu sammeln, das unter dem Titel „Kirchen und Kapellen, Kreuze und Bildstöcke im Stadtgebiet Linnich“ gerade erschienen ist.

Der 81-Jährige wurde in Kofferen geboren und war gerade einmal 18 Jahre alt, als er seine Heimat verließ und in die Eifel zog, wo er lange als Grundschullehrer wirkte, zuletzt in Kall, wo er heute wohnt.

Nach seiner Pensionierung begann Schiffer vor zwölf Jahren damit, systematisch Wissenswertes zu allen Gotteshäusern einer Kommune sowie zu Wegkreuzen und Bildstöcken zu sammeln. Linnich ist schon der 22. Band der Reihe Kirchen und Kapellen im Bistum Aachen und im Erzbistum Köln, die aus dem Kreisgebiet noch Heimbach, Nideggen, Kreuzau, Vettweiß, Nörvenich und Hürtgenwald umfasst.

Das Grundschema ist gleich

Schiffer folgt bei seinen Bänden dem immer gleichen Schema, führt Geschichte, Bauart und Ausstattung der kleinen und großen Gotteshäuser auf. Illustriert wird der Textteil durch die Grundrisse aller Kirchen und die Beschreibung der Fenster sowie zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos und Zeichnungen. Farbbilder zieren beim Linnicher Buch lediglich den Einband, wo die Kirche in Boslar zu sehen ist, und die Rückseite des aktuellen Bandes, die das Fenster „Petrus Menschenfischer“ über dem Eingangsportal der alten Kirche in Körrenzig zeigt.

Von der Holzkapelle zur dreischiffiger Hallenkirche zeichnet der Autor im Eingangskapitel kurz Anfänge und Verbreitung des Christentums nach, die sich nicht allein aufs Linnicher Stadtgebiet bezieht.

Sodann werden die einzelnen Pfarrkirchen, ihre Baugeschichte und die künstlerische Ausstattung in Wort und Bild vorgestellt. Die Evangelische Kirche in Linnich ist in gleicher Weise beschrieben.

Ein besonderes Augenmerk Schiffers gilt den jeweiligen Glocken, deren Daten wie Name, Alter, Gewicht und Schlagton akribisch aufgeführt sind. Eine Besonderheit im Stadtgebiet Linnich ist der Umstand, dass viele Kirchen bei Kämpfen an der Rurfront während des Zweiten Weltkriegs gesprengt oder stark beschädigt wurden. Hier werden alte Ansichten, so vorhanden, ebenfalls gezeigt.

Neben der verwendeten Literatur ist bei den Quellenangaben auch eine lange Liste von Menschen aufgeführt, die Hans Peter Schiffer bei seinen Recherchen in Linnich geholfen haben. Das sind neben diversen Geistlichen beispielsweise etliche Küsterinnen und Küster oder Mitarbeitende aus den Pfarrbüros.

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