Kirchenvorstände setzen auf den Solidarfonds

Von: ADI ZANTIS
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„Ein Solidarfonds als Lösung“: So bewertet der Aldenhovener KV-Beauftragte Edgar Breuer die Beschlüsse für die Auflagen im so genannten „KIM-Prozess“. Foto: Adi Zantis

Aldenhoven/Linnich. Mit Beginn des so genannten „KIM-Prozess“ (Kirchliches Immobilien Management) vor zwei Jahren hatte das Bistum Aachen den Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) zur Auflage gemacht, 30 Prozent der Instandhaltungskosten einzusparen. Die Verfügung wurde mit einer komplizierten Auflistung von einzelnen Kirchen und pfarrlichen Immobilien deutlich gemacht.

In dieser deutschlandweiten Aktion wird vor allem auf den Bestand und die Unterhaltskosten der bestehenden Gebäude hingewiesen, in denen die Pfarreien auf Zuschüsse durch die Bistümer angewiesen sind. Mit neuen Planungen und Anordnungen sind in den Gemeinden vor allem die Gremien mit den Kirchenvorständen vor eine große Herausforderung gestellt worden.

Als Beauftragter und Sachverständiger im KGV-KIM-Ausschuss der sechs katholischen Gemeinden im Raum Aldenhoven ist Edgar Breuer mit Josef Schumacher in der mit 19 Pfarreien zusammengeschlossenen „Gemeinschaft der Gemeinden Linnich-Aldenhoven“ delegiert. In diesem Zusammenschluss standen unlängst die Kirchenvorstände vor der großen Aufgabe, eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden.

Sparvorgaben erreichen

In mehreren Zusammenkünften mit Vertretern des Aachener Generalvikariates wurde nach Darlegung von Edgar Breuer „mit einer umfangreichen Auflistung sowie einem detaillierten Zahlenwerk für einzelne Kirchen eine Vorschlagsliste erarbeitet“. Die große Frage war hierzu: „Wie kann man die Sparvorgaben erreichen und trotzdem den Kirchenbestand erhalten?“

Letztendlich einigte sich die Beteiligten auf einen Fonds, der aus Rücklagen gebildet wird und von einer „Solidargemeinschaft getragen wird“. „Trotz schwieriger Verbrüderung innerhalb der 19 Pfarreien“, so Edgar Breuer weiter, „konnte 2016 neben den gelisteten Kirchengebäuden auch ein Vorschlag zur Gründung eines Solidarfonds den Kirchenvorständen zur Beschlussfassung vorgelegt werden.“

Künftig werden insgesamt sechs Kirchengebäude in der GdG Linnich-Aldenhoven von den Einsparungen betroffen sein. Durch die ausdrücklich betonte Solidarität können aber in diesen Fällen mit dem Konzept „Solidarfonds“ Hilfestellungen geleistet werden. 18 von 19 Pfarreien haben diesem Beschluss bereits zugestimmt. Der KGV-KIM-Vertreterausschuss ar-beitet daran, dass alle 19 Pfarreien dem Solidarfonds beitreten.

Zusammenfassend kann man also für mindestens zehn Jahre allen Kirchen in der GdG Linnich-Aldenhoven mit Hilfe der Fonds-Unterstützung eine Bestandssicherung ermöglichen „Als Motivation für die Zukunft“, so Breuer, sei damit eine gegenseitige Unterstützung gewährleistet.

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