Kirchengemeinde feiert 250 Jahre Barockorgel

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
7457477.jpg
Mit Kirchenmusik, die zur Passionszeit passt, gestaltete Prof. Theo Jellema sein Orgelkonzert in Linnich. Foto: Kròl

Linnich. Mit einer Reihe von Konzerten will die evangelische Kirchengemeinde in Linnich das Jubiläum ihrer Barockorgel würdigen. 250 Jahre wird dieses Instrument alt, das vor etlichen Jahren von Grund auf restauriert wurde und seither viele Organisten begeisterte.

Mit Professor Theo Jellema von der Musikhochschule Groningen begrüßten die Freunde der Kirchenmusik einen weiteren Könner. Auch er zeigte sich begeistert, nachdem er einige Stunden das Instrument getestet hatte. Er schwärmte von den warmen Klangfarben, die die Barockorgel auszeichnen, durch die auch ein Ausflug in die Romantik möglich ist. „Es hat mir große Freude gemacht, diese Orgel auszuprobieren und ich freue mich auf das Konzert“, erklärte der Kirchenmusiker.

Für noch jemanden war es ein besonderer Tag der Freude. Die Linnicher Kantorin Youna Park hatte den Kontakt zu Prof. Jellema hergestellt, denn vor zwölf Jahren hat sie in Groningen bei ihm studiert. So war sie rundherum glücklich, ihren ehemaligen Lehrer wiederzusehen.

Der Zeit angemessen hatte Prof. Jellema sein Programm zusammengestellt und überwiegend ruhige, melancholische Passionsstücke ausgewählt. Eingerahmt wurde das Programm, wie könnte es für eine Barockorgel anders sein, mit Bach. Zu Beginn ließ er Präludium und Fuge F-Moll BWV 534 erklingen, um dann Hans Ulrich Funk vorzustellen, einem Komponisten und Kirchenmusiker aus Herzberg, dessen Stücke an Franz Liszt erinnern. Robert Schumann folgte auf diesen Komponisten der Neuzeit, der sich eher romantisch gibt. Brahms „Herzliebster Jesu was hast du verbrochen“ folgte eine moderne Variante des gleichen Themas von Manfred Kluge und mit Bachs „O Lamm Gottes unschuldig“ , „Christus der uns selig macht“, „Oh Mensch beweine deine Sünden“ und „Wir danken Dir Herr Jesu Christ“, Präludium und Fuge C-Moll endete das Konzert, das den zahlreichen Zuhörern in der vorösterlichen Zeit einen Moment der Ruhe und Nachdenklichkeit bescherte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert