Kindertheaterstück „Zitronengelbundgrünwieklee“ im KuBa

Von: dmd
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Mit Worten, Klängen, Farben und Formen: Liora Hilb präsentierte im KuBa das Ein-Personen-Stück „Zitronengelbundgrünwieklee“.

Juelich. Wie führt man Kinder an Gedichte heran? Langweilig - nicht möglich, denken Sie? Doch das geht - mit Wortwitz und Fantasie können Gedichte ein Sprachfeuerwerk entfachen, gerade kleine Kinder begeistern und in ihren Bann ziehen, wie jüngst im KuBa geschehen. Dort gastierte das Kindertheater La Sentymenti mit Liora Hilb und zeigte das Ein-Personen-Stück „Zitronengelbundgrünwieklee“.

Grundschüler und Kindergartenkinder warteten gespannt, als Christoph Klemens vom Kulturbüro mit dem Gedicht „Ritter Fips und sein anderes Ende“ von Heinz Erhardt in die Veranstaltung einführte. Auch mehrere junge Theatergäste glänzten mit einem spontanen Gedichtvortrag.

Sodann rollte Schauspielerin Liora Hilb auf Rollschuhen in einem zitronengelbeundgrünwieklee gewandeten Tüllkleid in den Saal, lenkte alle Aufmerksamkeit auf sich. Das Bühnenbild, reduziert mit drei Stellwänden auf Farbe und Form, erstrahlte ebenfalls in leuchtendem gelb.

Liora Hilb legte los, spielte mit Sprache, malte Wortbilder, gab Laute von sich oder Nonsensreime, sprach von 12 rothaarigen Blonden, von 13 blauen Briefkästen, von 14 blauen Raben oder von 17 nudelblauen Fahrrädern. In ihrem Spiel setzte sie Klangobjekte ein, eigens für das Stück von Axel Kretschmer gefertigt.

Ein metallenes Windspiel unterstützte die Performance über die Großmutter, stellte ein imaginäres Glockengeläut dar. Mit dem Windspiel in der einen Hand und einem schwarzen Tuch wedelnd in der anderen, sprach Hilb: „Mit dem schwarzen Kopftuch hat sie einmal den Wind eingefangen und zwei weiße Eier und eine Kuh und einen Regenwurm und 40 winzige Reiskörner."

Ein Klangobjekt bestand aus einem Fahrradreifen, ein anderes stellte früher eine metallene Wärmflasche dar, ein weiteres einen Nudeltopf. Wortspiele und Klangspiele, Nonsens, lustige, sinnliche und emotionale Wortbilder faszinierten und amüsierten die Kinder. Hilb stapfte und hüpfte über die Bühne, setzte ihre Mimik, Stimme, Gestik ein.

Die Gedichte stammten von Christian Morgenstern, Ernst Jandl, Jürg Schubiger, Wolfgang Mennel, Kurt Schwitters und anderen. Auch ohne Rahmenhandlung lauschten die Gäste konzentriert, genossen den unverblümten Umgang mit der Sprache. Die Theatercollage, organisiert vom Kulturbüro Jülich, gehörte zu der vierteiligen Kindertheaterserie im Rahmen des Förderprogramms TheaterStarter.

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