Kindertheater im KuBa: Cowboy Billy beweist Mut

Von: Daniela Martinak
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Christian Schweiger ist mit seinen Figuren von Düsseldorf bis nach Jülich gereist und schaffte es binnen Minuten, die Kinder in seinen Bann zu ziehen. Gemeinsam gingen sie mit ihm im KuBa auf die Suche nach einer Portion Mut. Foto: Daniela Martinak

Jülich. Lucie und David halten sich schon ihre kleinen Bäuche vor Lachen. Dabei hat das Kindertheaterstück im KuBa noch nicht einmal richtig angefangen. „Der ist so witzig“, sagt das fünfjährige Mädchen und zeigt auf Christian Schweiger, der soeben die zahlreichen Kinder und ihre Eltern begrüßt hat. Der Figurenspieler vom Seifenblasen-Figurentheater (Puppentheater) Theater in Meerbusch erklärt zu Beginn erst einmal, worauf es ankommt, wenn man sich ein Theaterstück ansieht.

„Ihr müsst alle ganz leise sein, damit auch die anderen verstehen, was ich hier vorne erzähle und was Billy und seine Freunde nachher zu sagen haben.“ Und schon ist es mucksmäuschenstill im Saal. Gut so, schließlich ist Schweiger schon zur Einleitung übergegangen und lädt alle Kinder und Erwachsenen ein, sich mit ihm und Cowboy Billy auf die Suche nach Mut zu machen.

Eine turbulente Geschichte

In der nächsten Dreiviertelstunde erzählt er in „Cowboy Billy und das singende Pony“ eine turbulente Geschichte aus dem Wilden Westen mit einem kleinen Cowboy, einer bayrischen Kuh, einem schlauen Indianer, einem singenden Pony, einem tanzenden Kaktus und einem großen Problem, das eigentlich gar nicht so groß ist ...

Dem kleinen Cowboy steht nämlich ein ganz besonderer Tag bevor: Er soll zum ersten Mal ganz alleine wegfahren – auf Klassenfahrt. Zwar sind seine Mitschüler dabei, aber weder seine Tante, die Kuh Kuhnigunde, noch seine Freunde begleiten ihn. Billy lebt mit seinem Hamster Charlie und der Muffins-backenden Kuhnigunde auf einer kleinen Farm mitten im Wilden Westen.

Eigentlich könnte alles so schön sein. Doch Billy hat ein Problem, ein sehr großes Problem sogar für einen kleinen Cowboy: Ihm fehlt Mut! Und den braucht man doch, wenn man alleine auf eine Reise geht, oder?

Mit wenigen Handgriffen wechselt Christian Morgenstern immer wieder das Bühnenbild und entführt die kleinen und großen Zuschauer auf eine Reise zum tanzenden Kaktus, denn der hat, so sagt es zumindest der kleine Hamster, Mut in Tüten.

Krokodile und Wölfe

Es geht durch eine tiefe Schlucht, in der Krokodile lauern, durch den stacheligen Wald, in dem es Wölfe gibt, und über die Sandberge in der windigen Wüste, wo ein Indianer lebt, der einen Gebrauchtponyladen hat und Billy schließlich das singende Pony schenkt. Ein Tier, das genau zu dem kleinen Cowboy passt, auch, wenn es nur ein Lied singen kann: Das Mutlied.

Das singen die beiden, bis sie beim tanzenden Kaktus ankommen, der ihnen versichert: „Mut gibt es natürlich nicht in Tüten. Mutig ist jeder auf seine eigene Art und Weise.“ Und so lernt Billy, dass er sehr wohl eine gehörige Portion Mut besitzt, schließlich hat er den langen und gefährlichen Weg gemeistert. Christian Schweiger gibt jeder Figur eine eigene Stimme – mal tief, mal hoch, mal hell mal dunkel. So verleiht er den Tieren und auch dem kleinen Cowboy und dem Indianer einen individuellen Charakter.

Die Kinder sind am Ende ebenso begeistert wie die Erwachsenen. „Einfach toll! Da macht selbst mir es noch Spaß, ein Kindertheaterstück anzusehen. So kann man auch mit kleinen Dingen große Botschaften vermitteln“, lobt Christa Havers aus Jülich die Vorstellung, die mit ihrem Enkel zu Gast im KuBa ist.

Bevor es für die Zuschauer nach Hause geht, hat Kuhnigunde noch eine Überraschung: Sie hat nämlich Christian damit beauftragt, allen Kindern ein Muffinsrezept zu geben. Und so werden die kleinen und großen Theaterbesucher wohl noch eine ganze Weile an Cowboy Billy und seine Freunde denken.

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