Kinder und Jugendliche versüßen sich mit kultureller Bildung die Osterferien

Von: Mira Otto
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Das eigene Graffiti an die Wand sprühen: Diese Möglichkeit nutzten die Jungen und Mädchen, die den Workshop im Städtischen Jugendheim besuchten. Foto: Mira Otto

Jülich. Innerhalb von Kulturrucksack NRW durften sich die Jülicher Jugendlichen von zehn bis 14 Jahren in unterschiedlichen Workshops austoben. Dafür initiierte das Kulturbüro der Stadt mit den verschiedenen Jugendeinrichtungen ein breit gefächertes Programm namens „Streetart Academy“.

Dabei lag im Jugendtreff Roncalli-Haus das Hauptaugenmerk auf der Musik. Mit dem musikalischen Leiter des Workshops, Dominik Merres, erprobten sich vier Mädchen im hauseigenen Tonstudio. „Neben den Aufnahmen von Gesang und Rap haben wir uns auch mit dem Schreiben eigener Texte beschäftigt“, sagte Merres und führte weiter aus: „Dabei ging es darum, dass die Kinder ein Gefühl für Reime und Sprache bekommen sowie Gefallen an der Musik finden.“

Mit den anderen Besucherinnen war sich die zwölfjährige Laura einig: „Im Tonstudio eigene Aufnahmen machen zu dürfen, war eine tolle Erfahrung.“

Das pädagogisch Wertvolle sei, dass die Teilnehmer des Workshops mit dem Einüben der Texte und dem Aufnehmen der Lieder auf ein Ziel hinarbeiten, so der Leiter des Jugendtreffs, Sascha Römer.

Als Belohnung, dieses Ziel vollendet zu haben, gab es für jede Teilnehmerin eine persönliche CD zum Mitnehmen.

Zunächst auf Papier und Leinwand

Auch im Städtischem Jugendheim verfolgten die Teilnehmer ein Ziel: Das eigene Graffiti an die Wand zu bringen. Unter der Anleitung von Tomas Derichs übten die 13 Teilnehmer zuerst auf Papier und Leinwand das Erstellen dieser Wandkunst. Erst dann durften die Kinder und Jugendlichen mit echten Spraydosen und Atemschutz an die Wand.

„Mir ist es dabei das wichtigste, dass die Jungen und Mädchen in lockerer Atmosphäre und aus völlig freien Stücken das Projekt durchziehen“, sagte Graffiti-Profi Derichs.

„Sprayen macht Spaß“

Auch Lara (13) hat sich an den Außenwänden des Jugendheimes verewigt. Auf mehreren Quadratmetern ist nun in pink ihr Name zu lesen. „Sprayen macht Spaß und auf mein Graffiti bin ich sehr stolz“, sagte die kleine Künstlerin zu ihrem Werk.

„Der Workshop ist gut gelaufen, und wir haben auch schon Anmeldeanfragen für das nächste Jahr“, fasste der Leiter des Jugendheims, Oliver Esser, die vergangene Woche zusammen.

Auch der momentan führungslose Jugendtreff B.Haus nahm dank des Engagements der beiden Teamer Mechak und Robbie am Kulturrucksack teil.

Mit sechs Teilnehmern übten sie zu Drakes „Gyalchester“ eine Hip-Hop Choreografie ein. Da die Räume des B.Hauses am vergangenen Donnerstag nicht zur Verfügung standen, stellte Oliver Esser eine Ausweichmöglichkeit im Städtischen Jugendheim zur Verfügung.

„Kulturelle Bildung ist sehr wichtig. Mit den durchgeführten Projekten erlangen die Teilnehmer Erfahrung und Selbstbewusstsein. Darüber hinaus können sie sich kreativ ausleben“, sagte Christoph Klemens, der Leiter des Kulturbüros, zum Kulturrucksack.

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