Kinder schlüpfen in Rollen eines Schauspielers oder Rockstars

Von: ptj
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Cooler Sound auf der E-Gitarre: Durch das musikalische Multi-Talent Andi Cormann durften sich Promenadenschüler wie ein Rockstar fühlen.
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Selbst Theater spielen: Dank der Aachener Schauspielschule erhielten die Jülich Kulturstrolche unter Federführung der künstlerischen Leiterin Andrea Royé professionellen Unterricht. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Warum ist man vor einem Auftritt aufgeregt?“ Diese Frage der künstlerischen Leiterin der Aachener Schauspielschule, Andrea Royé, wusste eine Promenadenschülerin bereits professionell zu beantworten: „Das ist wichtig, weil man sich sonst nicht so gut konzentrieren kann“.

Die Aachener Schauspielschule ist Mitausrichter des vierteiligen Programms der Jülicher „Kulturstrolche“, seit der Leiter der Aachener Schauspielschule René Blanche vor mehr als einem Jahr das Landeskulturprojekt für das Kulturbüro der Stadt Jülich organisiert. Das Besondere an Royés Theaterübungsstunde in der inzwischen vierten Auflage der Jülicher „Kulturstrolche“ war der Auftritt der einzelnen Schüler vor ihren Mitschülern, der Lehrerin und den Schauspielschülern Lukas Metzinger und Mirko Alles.

In einer Kreisformation stellte sich zunächst jeder Teilnehmer mit seinem Namen, seiner Lieblingsfarbe und einer charakteristischen Bewegung vor. Diese Art der Vorstellung wurde vor Publikum wiederholt und kräftig beklatscht. Weitere Übungen mit den Schülern folgten. So wurde derselbe Satz immer wieder unterschiedlich betont oder ein Ballwurf in Richtung eines spontan ausgewählten Partners fingiert, verbunden mit dem verkürzten Ausruf „Mo“.

Kino-Wissen

Die beiden Schulklassen, an diesem Tag aus der Jülicher Promenadenschule, wurden in vier Gruppen aufgeteilt, damit jede das Abenteuer verheißende Programm durchlaufen konnte. Zweite Station war das Kino, zunächst von der technischen Seite aus betrachtet. Klaus Krafft demonstrierte den Kids, wie der Film aus der schwarzen Box auf die Leinwand geworfen wird.

Wichtig war hier die Entwicklung von der ehemaligen Filmrolle zum heutigen digitalisierten Verfahren per Beamer und Computer. Ähnlich hat sich die Welt der professionellen DJs verändert, die früher „mit der Hand über die Platten gingen“, wie es ein Schüler ausdrückte. Thomas alias „DJ Buto“ zeigte den Kids auf der Bühne der KuBa Kneipe sein „MacBook“ und Controller anstelle zweier Plattenspieler und eines Mischpultes zu früheren Zeiten.

Der Vorteil: „Wir brauchen nicht mehr so viel mitzuschleppen und haben 15.000 Lieder dabei“, obwohl an einem Abend nur um die 100 bis 120 Lieder gespielt werden. In der Kneipe entstand Discofeeling zu angesagter Musik und Laserbeleuchtung – ein Highlight für die Grundschüler, die für die Diskothek noch zu jung sind.

Im Keller durften sie im Anschluss in die Haut berühmter Rockstars schlüpfen, unter fachkundiger Anleitung und tatkräftiger Unterstützung des musikalischen Mulitalents Andi Cormann. Zu dessen Griffen auf der E-Gitarre war es ein Leichtes, einmal richtig abzurocken, die Basslinien beim E-Bass auszutesten und als Highlight die Trommeln und Becken des Schlagzeugs auszuprobieren. Zum krönenden Abschluss wurden allen im großen Sall die Kinovorführung „Vilja und die Räuber“ geboten.

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