Kinder sagen muchas gracias

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In der Turnhalle der katholischen Grundschule Linnich sorgten bolivianische Musiker für Begeisterung bei den Kindern.

Linnich. Ganz leise wurde es in der Turnhalle der katholischen Grundschule Linnich, als Ricardo Illanes in sein Instrument, die Taja, blies. Das Geräusch erinnerte die Kinder an den Wind. Das war auch das Ziel der sieben Musiker. Sie erklärten.

„Wir kommen aus der bolivianischen Stadt El Alto, die auf 4000 Mertern Höhe liegt. Dort hören wir immer den Wind”, erklärte ein Mitglied der Musikgruppe „K´alaqaya” den Grundschülern. Ihr Auftritt war ein Geschenk des Kollegiums an die Schüler, damit diese einmal die Klänge und Tänze aus den Anden erleben konnten.

Temperamentvolle Sounds

Zu Beginn waren die Musiker mit einem Weihnachtslied mit bolivianischem Rhythmus von den Kindern und ihrer Lehrerin Gaby Pirug begrüßt worden. Anschließend legten sie richtig los mit verschiedenen Flöten, Gitarren, Trommeln und Percussion-Instrumenten und begeisterten die Kinder, die Eltern und Lehrer mit ihren temperamentvollen Liedern. Großes Staunen drückten die Kinder aus, als Marco Ancasi die kleine Panflöte gegen eine auswechselte, die fast ebenso groß war wie er selbst. Er ließ die Kinder vermuten, welche der beiden nun höher, und welche tiefer klingt.

Auch die anderen Musiker erklärten ihre Instrumente. Die Kinder erfuhren, dass in Bolivien Handrasseln aus Schafsklauen hergestellt werden, dass die Charango, die einer kleinen Gitarre ähnelt, früher aus dem Panzer des Gürteltiers gefertigt wurde. Und sie lernten, dass Trommeln eine besondere Klangfarbe durch Ziegenfell bekommen.

Sie machten die Schüler darauf aufmerksam, dass in Bolivien 36 verschiedene Sprachen gesprochen werden und dass ihre eigene Aymara heißt. Sie brachten den kleinen und großen Zuhörern einige Worte in dieser Sprache bei, die sie alle zusammen als Liedrufe in die folgenden Musikstücke einbrachten. Mitmachen konnten die Kinder auch bei der mimischen Darstellung des Liedes zur Arche Noah und beim Tanzen zu weiteren rhythmischen Klängen.

Schulleiter Hartmut Stolz dankte den Musikern für das gelungene Konzert - auch dadurch, dass er den Schulkindern „muchas gracias” beibrachte und den Musikern diese Worte entgegen schmettern ließ. Außerdem bedankte er sich bei „K´alaqaya” mit einem Geldbetrag, der dem Jugendbildungszentrum in El Alto zu Gute kommt, das die Musikgruppe 2002 gründete und das sie mit dem Erlös aus den Konzerten in europäischen Ländern unterhält.
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