Kinder lassen die Kugeln rollen

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Die Kugel rollt und löst eine
Die Kugel rollt und löst eine Kettenreaktion aus: Experiment in der Grundschule Koslar. Foto: Schule

Koslar. Über 30 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Schuljahre der Grundschule in Koslar haben an drei Nachmittagen Luftballons platzen, Kugeln rollen und Dominosteine umfallen lassen.

Denn unter Anleitung von Lehrerin Andrea Rathmann ging es darum, Kettenreaktionen kennenzulernen. Ein Impuls sollte über eine möglichst lange Strecke übertragen werden und das möglichst einfallsreich.

In sechs Kleingruppen planten die Kinder unterstützt durch Eltern ihren jeweiligen Parcours, der neben klassischen Elementen wie Kugelbahnen und Dominosteine auch eine Mäusefalle enthielt, die einen Luftballon zum Platzen brachte, was wiederum ein weiteres Ereignis auslöste - die Phantasie der Kinder kannte kaum Grenzen. Nach dieser Planungsphase standen dann zwei weitere. Nachmittage zur Verfügung, um diese Ideen in die Praxis umzusetzen und die Strecken der einzelnen Gruppen miteinander zu verbinden. Geduld und Kreativität waren gefragt, damit angestoßene Züge nicht entgleisten, sondern doch die nächste Station erreichte und mühsam aufgestellte und stabilisierte Gewichte nicht zu früh in Bewegung gesetzt wurden.

Schließlich gelang es, eine beeindruckende Kettenreaktion in Gang zu setzen und alle sechs Teilstrecken miteinander zu verbinden - auch wenn dann und wann kleine Eingriffe nötig waren.

Idee und Praxis

Diese drei Experimentier-Nachmittage bildeten damit zweifelsohne den Höhepunkt der Arbeitsgemeinschaft Experimentieren, die seit Beginn des Schuljahres für die dritten und vierten Klassen von Andrea Rathmann angeboten wird. In dieser Arbeitsgemeinschaft wurden die Kinder mit physikalischen Experimenten vertraut gemacht und lernen, dass sich längst nicht jede gute Idee in der Praxis umsetzen lässt und dass oftmals viel Geduld und Kreativität gefragt sind, damit ein Experiment so verläuft wie es theoretisch zu erwarten ist.

Die Kettenreaktion wird sich - einmal gestartet -sicher noch eine ganz Weile auf vielfältige Art und Weise bei den Kindern fortsetzen. Zum einen wurde das große Ereignis filmisch festgehalten und kann so mit Texten und Bildern als Wandzeitung dokumentiert werden. Zum anderen gelang es durch dieses Projekt, die Begeisterung der Schülerinnen und Schülern für Naturwissenschaften nachhaltig zu wecken und über den Unterricht hinaus in schulischen Arbeitsgemeinschaften zu pflegen.

Darüber hinaus werden die Jungforscher sicher viele Dominosteine und Kugelbahnen in ihren Kinderzimmern aufbauen.
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