KG tauft, bewacht und versenkt einen Lazarus

Von: bw
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KG-Präsident Peter Hintzen, Bernd Pauli, Josef Bolten und Leobert Oellers (v.l.) präsentieren den frisch getauften Lazarus. Foto: Wickmann

Broich. Der Lazarusbrauch, bei dem eine Strohpuppe nach Bewachung und einer Prozession ins Wasser geworfen wird, um den Winter zu vertreiben, ist nach Broich zurückgekehrt.

Iris Pauli, Geschäftsführerin der KG Stopp dä Mutz, erklärt: „Auf Antrag der Ortsbewohner sollte dieses alte Brauchtum wiederbelebt werden. Wir sind sehr glücklich darüber, dass es nach so langer Zeit noch viele Leute gibt, die Interesse zeigen.” So erblickte nach 1960 wieder eine Lazaruspuppe in Broich das Licht der Welt.

Geschaffen wurde sie von Leobert Oellers, der als Mitglied der Broicher Stöchelsbrüder und engagiertes KG-Mitglied ausgewählt wurde und als Taufpate fungierte. Die Stöchelsbrüder spielten zu Beginn der Taufe auf und wurden von den Anwesenden enthusiastisch begleitet. Anschließend erhielt die Puppe, in Vereinstracht gekleidet, von Leobert Oellers ihre Taufe mit echtem Rurwasser - zu Ehren des Paten auf den Namen Lazarus Leobertus Stöchelsbroder.

Der traditionelle Tanz mit Präsident Peter Hintzen wurde frenetisch gefeiert. Anschließend wurde die Puppe ins Vereinslokal gebracht und streng bewacht. Nach Anbruch der Dunkelheit wurde Lazarus von einem Fackelzug zur letzten Ruhestätte begleitet, wo er im Löschteich sein nasses Grab fand.

Iris Pauli ist mit Peter Hintzen einig, dass vor allem die starke Beteiligung der Jugendlichen der richtige Weg ist, um alte Traditionen aufleben zu lassen. So wird es auch künftig in Broich einen Lazarus geben.
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