Jülich - KG „Rurblümchen“: Frohsinn und Loblied auf die „ahle Möhn“

KG „Rurblümchen“: Frohsinn und Loblied auf die „ahle Möhn“

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Kurz schlüpfte Präsident Frank Kutsch in die Rolle des neuen amerikanischen Präsidenten, um mit ihm zu sprechen „Stadthalle Yes“. Foto: Kròl

Jülich. „Liebe Blümchen und Blumen“, so herzlich begrüßte Sitzungspräsident Frank Kutsch die Närrinnen und Narren in der Jülicher Stadthalle, die gekommen waren, um mit ihm und der Karnevalsgesellschaft „Rurblümchen“ ihren Sitzungskarneval zu feiern. Und er hatte gut daran getan, denn als vorbildliches Publikum erwiesen sich die Gäste.

„Alle Achtung, wenn gefeiert wird, seid ihr dabei, und wenn ihr zuhören sollt, dann tut ihr auch das“, lobte er sie alle, nachdem das Eigengewächs Thomas Oellers als Heimatredner sich so manches von der Seele gesprochen hatte.

„In Jülich“, so erklärte Oellers sehr zum Erstaunen der Zuhörer, „haben fast alle bei der Bürgermeisterwahl AFD gewählt.“ Er gab auch direkt die Lösung für dieses Rästel mit. AFD steht bei ihm für Axel Fuchs Deutschland. Sehr zufrieden schien er mit dem frisch gewählten Bürgermeister noch zu sein. „Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Stadtrat ist das anders rum“, sinnierte er, doch so ganz ohne Kritik sollte der Bürgermeister nicht davonkommen.

Mit den Plänen der Stadt, die alt- ehrwürdige Jülicher Stadthalle, die gerade den Heimatrednern so oft Gesprächsstoff geliefert hatte, abzureißen, konnte er nicht nachvollziehen. Ein aufblasbarer Containerbau am Standort des ehemaligen Haus Hesselmann ist für ihn wahrhaftig keine Lösung. Dann doch eher dort, wo das Trommelwäldchen gestanden hat.

So manches, was im Laufe des Jahres in Jülich passiert war, nahm Oellers aufs Korn. Da war die Tropfsteinhöhle Tiefgarage, der Stargastronom, der auch als Bürgermeister kandidiert hatte und jetzt von einem Biergarten am Rurdamm träumt oder die anstehende Hochzeit des „Blümchen“-Präsidenten. Er schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Jülich, du ahle Möhn, für mich bist Du unendlich schön…, es gibt dich schon 2000 Jahr, bitte erspar uns den Sparkommissar.“ Eine Rakete erntete er mit seiner Rede.

Frohsinns-Rezept

Über die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums hatte sich zuvor auch Jürgen B. Hausmann freuen dürfen. „Ihr seid schon zu intelligent für meine Rede. Für die Stimmung sind die dööferen besser“, meinte er und zog über den Besuch beim Friseur und beim Arzt her, nahm seine Schüler aufs Korn, denn mittlerweile weiß fast jeder, dass er im Zivilleben als Lehrer tätig ist. Zum Schluss verriet er ein Rezept für unbegrenzten Frohsinn – www.Rurblümchen-sitzung.de – und erntete damit wahre Begeisterungsstürme.

Mit dem Reiterkorps „Jan von Werth“ und dem Einzug des Elferrates hatte diese Sitzung begonnen, die sich schnell zu karnevalistischen Höhenflügen aufschwang. Nachdem das Reiterkorps mit Musik und Tänzen den Boden bereitet hatten, wurde dem Jülicher Kinderdreigestirn, das in diesem Jahr die „Rurblümchen“ stellen, ein herzlicher Empfang bereitet. Prinz Fabio, Prinzessin Ricarda, Bauer Kilian und die beiden Pagen Nele und Hannah zeigten sich in bester Feierlaune und luden alle ein mit zu machen.

Mit den „Dröpkes“, einer Musikgruppe aus Mönchengladbach, die sich bestens auf kölsche Tön versteht, ging es weiter. Atemberaubend waren die Darbietungen der „Kammerkätzchen und Kammerdiener“, der ganze Stolz der Traditionsgesellschaft „Schnüse Tring“ aus Köln. Für sie wurde für ihre halsbrecherische Darbietung die erste Rakete des Abends gezündet.

Ehe Frank Kutsch die Zuschauer in die Pause entließ, ging es noch einmal hoch her. Die „Wanderer“ unternahmen eine ausgedehnte Tour durch die verschiedensten Musikrichtungen, bei der es niemanden auf dem Platz hielt. „Cat Ballou“ sorgten weiterhin mit ihrer Musik und kölschen Liedern für ein Stimmungshoch und auch die „Rabaue“ ernteten wahre Begeisterungsstürme, als sie den Schlusspunkt unter eine gelungene Sitzung setzten.

Zuvor gaben Klaus und Willi noch ihre Visitenkarte ab. Mit Mühe hielt Klaus (Ruprecht) seinen frechen Affen im Zaum, der es immer wieder auf das Publikum abgesehen hatte. „Blom un Blömcher“ sind ebenfalls Garanten für beste Stimmung, doch das Highlight dieser Sitzung, wie könnte es anders sein, war das Herrenballett der „Rurblümchen“. Als „Rocky Horror Blümchenshow“ rockten die Mannsbilder den Saal und wurden von ihren Anhängern begeistert gefeiert. Kr.

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