KG „Bretzelbäckere“ hat das richtige Narrenrezept

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
14054786.jpg
Mit einer großartigen Choreografie wie hier mit einer Pyramide begeisterten die „Moonlights“ die Jecken im Saal. Foto: Jagodzinska

Mersch / Pattern. Unter schmetternden Fanfarenklängen des Trompetenkorps „Eefelkank“ zog der Elferrat der KG „Bretzelbäckere“ Mersch-Pattern Strüßjer werfend und richtig gut drauf zur Kostümsitzung in das ausverkaufte Festzelt.

„Einen besseren Auftakt kann man sich nicht wünschen“, verkündete Sitzungspräsident Tom Kuckartz zur Begrüßung der Jecken, die sich vom schwungvollen Sound der Band gleich hatten mitreißen lassen. Karnevalsmusik gemischt mit fetzigen Anleihen aus der Rockszene der wilden Jahre war genau das richtige Rezept, um für die kommenden Stunden Fahrt aufzunehmen.

Als erste KG-eigene Showtanzgruppe überzeugten die kleinen bis mittelgroßen „Sternschnuppen“ das Publikum mit einem herzerfrischenden Auftritt. Schön anzusehen, mit wie viel Begeisterung selbst die Kleinsten mit tanzten. „Sensationell“, rief der Sitzungspräsident nach der Zugabe aus., „Wir brauchen euch!“

Dass die Showtanz-Zukunft bei den „Bretzelbäckere“ gesichert ist, bewiesen im weiteren Verlauf des Programms die „Moonlights“ und die „Firestars“, die mit großartigen Choreographien die Jecken im Saal begeisterten. Auf Charme und Ausstrahlung setzten die „Sunshine Ladies“ bei ihrer Tanzdarbietung und lagen damit genau richtig.

Doch auch die Männer können in Mersch und Pattern tanzen – das bewiesen erneut die „Wild Boys“, die seit vielen Jahren mit ihren Auftritten bei Männerballett-Meisterschaften Titel um Titel abgeräumt haben. Was die Jungs an akrobatischen Hebefiguren, perfekt synchronen Bewegungsabläufen und mit Eleganz gepaarter Kraft bei ihrem Heimspiel auf die Bühne zauberten, war einfach sensationell.

Die „Schwarzbein-Weißbein-Hosen-Parade“ der Frauengemeinschaft Mersch-Pattern war zwar nicht neu, sorgte aber wie immer für beste Stimmung, da die verblüffenden Abläufe jedes Mal aufs Neue überraschen und es einfach Spaß macht, den begeistert mit machenden Frauen zuzusehen.

Als erster Redner in der Bütt versuchte Georg Thevessen als „Ene Fahrschüler“ die Leute mit Anekdoten und Klaaf über seine missglückten Fahranfänge zum Lachen zu bringen. Die etwas altbackenen Pointen bewirkten allerdings höchstens hier und da ein Schmunzeln. „Hastenraths Will“, alleine schon die Ankündigung sorgte für Jubelstürme.

„Ich bin einer von Sie“, verriet der „scharismatische Ortsvorsteher“ in ausgehfähiger Arbeitskleidung und wurde mit Beifallsstürmen sofort in die Gemeinschaft der beiden Dörfer integriert. Einzigartig, wie er mit seinem Publikum spielte, es mit Bekenntnissen wie „Mersch-Pattern, du Weltstadt mit Herz, du Verkehrsknotenpunkt zwischen Lich-Steinstraß und Serrest“ für sich vereinnahmte.

Der Höhepunkt des Abends war natürlich der Einzug des Dreigestirns mit den Majestäten Prinz Hubert I. (Küpper), Bauer Heinrich I. (Gormanns) und Prinzenführer Ralf Clusmann, begleitet von einer Abordnung der Jülicher KG „Herzogstätter“ und der Spaßkapelle „Hubra Niederzier“. Schmerzlich vermisst wurde Dieter Löhr, der als Jungfrau Diana II. im Verlauf der Session viel zu früh gestorben ist.

Im Gedenken an den Vollblutkarnevalisten und ihm zu Ehren sangen seine Weggefährten und Freunde mit Blick nach oben das Jungfrau-Lied „Oh, wie ist sie schön“. Bauer und Prinz bewiesen bei ihrer Vorstellung tänzerische Qualitäten, besonders Prinz Hubert fetzte über die Bühne, wie man es einem Mann im gesetzten Alter kaum zutraut.

Mal so richtig aufräumen mit dem alltäglichen Wahnsinn ist das Motto von „Frau Kühne“. Mit herrlicher Selbstironie und dem Gefühl für passende Pointen strapazierte die Kabarettistin die Lachmuskeln der Narrenschar, die sich mit donnerndem Applaus bedankte.

Dass bei der Band „Bremsklötz“ Spaß an der Musik und am Fastelovend an erster Stelle stehen, merkte das Publikum vom ersten Ton an. Ohne Aufwärmphase ging sogleich die Post ab, das Zelt rockte, tanzte und sang – ob laut oder leise, egal, Hauptsache Stimmung. Das dachte auch die „Backes Band“, die als genialer Abschlussakt die Stimmung noch einmal aufputschte und die letzten Reserven der Jecken mobilisierte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert