Kfz-Zulassungen vorerst nicht im Rathaus

Von: -vpu-
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Abfuhr aus Düren: Landrat Wol
Abfuhr aus Düren: Landrat Wolfgang Spelthahn verweigert der Stadt Jülivh eine Zweigstelle des Straßenverkehrsamtes. Foto: Kreis Düren

Jülich. Einige tausend Menschen aus dem Jülicher Land begeben sich sicher im Jahr auf die „Tournee” nach Düren, um ihre Kraftfahrzeuge an-, um- oder abzumelden.

Dabei wird es vorerst auch bleiben, obwohl es sicher nicht nur ein „Herzenswunsch” der Politik in der Herzogstadt ist, das zu ändern. Das dürfte auch den Applaus vieler Menschen finden. Der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, hat einen erneuten Vorstoß aus Jülich nun abermals abgelehnt.

„Ich bitte daher um Verständnis, dass eine separate Lösung bezüglich einer Zulassungsstelle in Jülich nach wie vor nicht geplant ist”, endet das Schreiben Spelthahns, das der Jülicher Bürgermeister im Haupt- und Finanzausschuss im Wortlaut verlas.

Eine „separate Lösung” bedeutet, dass sich die Stadt Jülich eine Niederlassung der Zulassungsstelle auch unabhängig von der Realisierung eines Dienstleistungszentrums wünscht, über das nach wie vor nicht entschieden ist. Die Ursprungsüberlegung war, in einem solchen Zentrum alle Einrichtungen von Stadt und Kreis zu konzentrieren, also auch eine Dependance des Straßenverkehrsamtes.

Dieser Überlegung steht Spelthahn wie schon beim ersten Versuch 2010 „offen gegenüber”. Diese vorherige Initiative einer separaten Lösung hatte der Landrat aus vorwiegend finanziellen Gründen verworfen. Jetzt argumentiert er auch damit, dass es für die Bürger aus „Jülich, Inden, Aldenhoven und Linnich” durch eine Kooperation mit der Zulassungsstelle der Städteregion Aachen (im Gewerbegebiet Würselen) Verbesserungen gebe.

Der Ausschuss reagierte enttäuscht. Winfried Cremerius (FDP) platzte der Kragen: Das sei eine schallende „Ohrfeige für Jülicher Bürger” und ebenso eine „Zumutung”, nach Würselen fahren zu müssen. Der Liberale sagte weiter: „Die Kollegen der CDU sollten überlegen, ob sie diesen Herrn bei den nächsten Wahlen aus Jülicher Sicht noch unterstützen können.”

Die Angesprochenen hielten sich allerdings bedeckt und sagten im Moment nichts.
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