Kellenberg als Hotel-Konkurrenz?

Von: -vpu-
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Jülich. Der Kauf von Schloss Kellenberg in Barmen durch die Niederlassung Aachen des Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes hat scharfe Kritik des Landesrechnungshofes hervorgerufen. Die Prüfer werfen unter anderem vor, dass auch zwei Jahre nach dem Kauf noch kein Nutzungskonzept vorliege.

Das scheint jetzt von Amts wegen anders zu sein. Eben jener BLB hat bei der Stadt Jülich die Aufstellung eines Bebauungsplanes beantragt, über den der Fachausschuss am Donnerstagabend beriet.

In Rede steht ein Anbau, mit dessen Hilfe Teile des Schlosses wie auch immer „für Hochschulen, Gastronomie und Beherbergung” genutzt werden können. Diese sehr allgemeine Ankündigung rief im Ausschuss Kritik von vielen Seiten hervor, weil eben nicht klar ist, welche Beherbergungsform gemeint ist. Das interessiert Teile der Jülicher Politik deshalb, weil es seit geraumer Zeit Bemühungen gibt, in der Herzogstadt ein neues Hotel anzusiedeln und/oder am Park auch ein Tagungshotel von Investoren errichten zu lassen. Sowohl Wolfgang Gunia (CDU) als auch Jürgen Laufs (Grüne) und Matthias Hoven (Jül) wollten mehr wissen.

Beigeordneter Martin Schulz erklärte, dass bislang nur grobe Vorstellungen vorgetragen wurden, aber noch keine konkrete Planung vorliegt. Es sei aber grundsätzlich im Sinne der Stadt, dass ein Investor gefunden wurde, der sich dem in Teilen baufälligen Denkmal widmet.

Unter den Vorbehalten, dass es keine „Hotel-Konkurrenz” gibt und ein bestehendes Wegerecht der Stadt von Barmen nach Floßdorf gewahrt bleibt, stimmte der Ausschuss dem Aufstellungsbeschluss bei einigen Enthaltungen zu.
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