Keine Dezernatsreform in Jülich vor Bürgermeisterwahl

Von: -vpu-
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Jülich. Man mag sich die Frage stellen, warum ein geplanter Neuzuschnitt der Jülicher Stadtverwaltungs-Dezernate im nichtöffentlichen Teil einer Ausschusssitzung beraten wird. Aber zu dieser Einschätzung sind die Verantwortlichen im Neuen Rathaus gelangt.

Und so wurde den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend ein entsprechender Vorschlag unter Ausschluss von interessierter Bürgerschaft und Medien vorgelegt. Sechs Tage vor der Stichwahl um das Bürgermeister-Amt trug Amtsinhaber Heinrich Stommel ein Konzept zur „Nachfolgeregelung für die Leitung des Dezernates IV (Sozialamt sowie Institute)“ vor.

Der zitierte Teil ist die einzige inhaltliche Äußerung, die von der Rechtsrätin der Stadt Jülich, Kerstin Schippers-Haffner, gestern auf Anfrage der Redaktion zu erfahren war.

Neben dem Sozialamt zählen die Volkshochschule, die Musikschule, das Stadtgeschichtliche Museum, Stadtbücherei und Stadtarchiv zu den sogenannten „Instituten“. Der frühere Dezernent Günter Vogel hat diese Stelle im vergangenen Jahr aus organisatorischen Gründen und bedingt durch eine neue Struktur der Fachausschüsse geräumt.

In Folge wurde das Dezernat dem Beigeordneten Martin Schulz zugeordnet, der hier als „stellvertretender Dezernent“ firmiert und diese Aufgabe nur für eine Übergangszeit ausüben wollte. Schulz ist ansonsten der Bauexperte in der Verwaltung, in dessen Zuständigkeit schon diverse Fachämter aus diesem Bereich fallen. Obschon nach Informationen unserer Zeitung ein Nachfolgekonzept schon Monate vorgelegen haben soll, wurde es erst jetzt den politischen Gremien präsentiert.

Der Plan sieht vor, dass das Dezernat IV komplett Dezernentin Katarina Esser zugeschlagen wird, die mit Fachbereichen wie Schule, Sport, Familie, Integration oder der Stabsstelle Stadtmarketing auch inhaltliche Berührungspunkte hat.

Nach Auskunft von Kerstin Schippers-Haffner hat es im nichtöffentlichen Teil der Sitzung am Montag keine Beschlussempfehlung gegeben.

Wie unsere Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, haben die Kommunalpolitiker eine so weitreichende Entscheidung nun nicht im Schnellverfahren treffen wollen, zumal hier auch der neue Bürgermeister, der am Sonntagabend feststehen wird, freie Hand haben solle.

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