Keine „Bergwelt” auf Kosten landwirtschaftlicher Flächen

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Der grüne Bereich der Sophien
Der grüne Bereich der Sophienhöhe bleibt unangetastet und weiter ein ruhiges Naherholungsgebiet. Auf der noch nicht rekultivierten Fläche - der Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser deutet darauf - soll die „Bergwelt” entstehen, die im Titzer Rathaus vorgestellt wurde. Kreisbauernschaft lehnt das Projekt nicht grundsätzlich ab, fordert RWE Power aber auf, die Rekultivierungspläne nicht zu ändern. Foto: Uerlings

Niederzier/Titz. In die Diskussion über eine „Bergwelt” auf der Sophienhöhe meldet sich jetzt auch die Kreisbauernschaft zu Wort. „Das Vorhaben darf nicht zu Lasten landwirtschaftlicher Nutzflächen gehen”, fordert der Kreisbauernvorsitzende Erich Gussen.

In den ersten Vorstellungen der Machbarkeitsstudie sei von gerade einmal 0,25 Prozent der Gesamtfläche der Sophienhöhe (2250 Hektar) die Rede, die im Rahmen des Großprojekts versiegelt werden müssten. Zwischenzeitlich sei dieser „verschwindend geringe Eingriff in die Natur” jedoch immer größer geworden, spielt Gussen auf die Überlegungen der Planer an, die „Bergwelt” könnte sich in 20 bis 30 Jahren einmal auf bis zu 63,4 Hektar erstrecken.

Grundsätzlich sperre sich die Landwirtschaft nicht gegen zusätzliche Freizeitangebote auf der Sophienhöhe, betont Gussen. Allerdings befürchten die Landwirte, dass im unmittelbaren Tagebauumfeld nicht nur für Wege und Parkplätze größere Flächen benötigt werden, sondern auch für ökologische Ausgleichsmaßnahmen, die nach Angaben der Planer höherwertiger und großzügiger ausfallen sollen.

Die Kreisbauernschaft appelliert daher an Tagebaubetreiber RWE Power, die Pläne nicht vorschnell zu unterstützen und damit weitere landwirtschaftliche Nutzflächen zu gefährden. Der Anteil der landwirtschaftlich zu rekultivierenden Flächen im Abbaufeld dürfe nicht verringert werden.

Der Landwirtschaft im ländlichen Raum müsse trotz aller gebotenen Entwicklungsmaßnahmen weiterhin die Erfüllung ihres gesellschaftlichen Zweckes ermöglicht werden, die Produktion hochwertigster Nahrungsmittel und zukünftig auch die Sicherstellung der Energieversorgung, unterstreicht Erich Gussen in seinem Schreiben an RWE Power.
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