Aldenhoven - Kein Goretti-Basar, trotzdem eine Spende über 16.000 Euro

Kein Goretti-Basar, trotzdem eine Spende über 16.000 Euro

Von: Adi Zantis
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Spendengottesdienst in der Aldenhovener Martinuskirche mit (v. l.) Schwester Maria Goretti, Schwester Veronika und Schwester Zilda sowie Bruder Augustinus, dem Goretti-Vorsitzenden Hans Schröder und Geschäftsführer Heinz-Josef Neumann mit den teilnehmenden Kindern. Foto: Adi Zantis

Aldenhoven. Obwohl im vergangenen Jahr der jährliche Basar der Aldenhovener „Goretti-Aktion“ wegen Bauarbeiten ausfallen musste, konnte in einem „Spenden-Gottesdienst“ der ansehnliche Betrag von 16.000 Euro überreicht werden.

Bruder Augustinus als Leiter der Dortmunder Franziskaner-Mission, Schwester Maria Goretti, Schwester Veronika vom Mutterhaus in Olpe und Schwester Zilda von der brasilianischen Missionsschule in São Luis konnten als „Spendenbeauftragte“ mit großer Freude den großformatigen Scheck in Empfang nehmen. Wie sehr gerade die freigebige Unterstützung aus Aldenhoven bedeutsam ist, das bekundete Schwester Zilda in einer Dankesbezeugung: „Ich bin da und möchte danken im Namen unserer Kinder!“

Sonne Brasiliens weint

In der Predigt verwies Bruder Augustinus auf die korrupten Zustände in Brasilien, „in denen die gesunde Ordnung kaputt ist“. Aus eigener Anschauung berichtete er von der großen Bedrängnis der Menschen. „Politiker schließen die Augen vor der Not der Menschen, und das Statussymbol von Brasilien ist das Verteilen von Bestechungsgeldern.“ Er sprach von Erfahrungen vor Ort, wo sich „das Gesetz der Liebe als purer Egoismus erweist“. „Die Sonne Brasiliens als Symbol Gottes weint über dieses Unrecht.“

Deshalb ist gerade für die Missionsschule in São Luis nach Bruder Augustinus „die Goretti-Aktion wichtig und notwendig“. „Was Sie hier jedes Jahr leisten und spenden, ist Stärkung für die Hoffnung der Menschen vor Ort. Dort, wo Korruption und Egoismus herrschen, ist das Zeichen der Liebe von Aldenhoven aus lobenswert. Und dafür möchte ich von ganzem Herzen danken.“

Auch Schwester Veronika erinnerte an „tausende Menschen ohne Recht, die in der Not den Mut verlieren. Deshalb ist die Brücke der Hilfsaktion besonders wertvoll.“ Schwester Maria Goretti bekräftigte in einem Gebet: „Gott möge die Lichter anzünden und Hoffnung ausstreuen. Er möge bei denen bleiben, die unsere Aktion unterstützen und gebe ihnen Zuversicht und Stärkung.“

Goretti-Aktions-Vorsitzender Hans Schröder dankte bei der Scheckübergabe für den Besuch der Gäste und versicherte, „dass ihre Botschaft von den Schutzbefohlenen auf fruchtbaren Boden gefallen ist“. „Auch 2017“, so versicherte er, „wird es wiederum einen Basar mit der 44. Goretti-Aktion geben.“ Den Dank an Schwester Maria Goretti unterstrich Geschäftsführer Heinz-Josef Neumann noch mit einem Glückwunsch zu ihrem 65-jährigen Ordensjubiläum.

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